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25.04.2008 

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Das A und O einer guten Karriere-Seite ist ihre Differenzierung nach Zielgruppen - darüber sind sich die Experten einig. Gleich zu Anfang sollten Arbeitgeber Auszubildende, Studenten und Berufserfahrene in separate Abteilungen lotsen, in der ihre Sprache gesprochen wird. "Diese simple Grundregel beherzigen aber noch längst nicht alle Firmen", weiß Personalmarketing-Experte Brickwedde. Eon geht gar einen Schritt weiter: Unter Eon-sucht-Ingenieure.de hat der Energiekonzern eine eigene Bewerberwelt für Ingenieure erschaffen.

Jedoch: "Die schönste Karriere-Seite nutzt wenig, wenn sie im Internet nicht gefunden wird", sagt Behrendt von Terra Personalmarketing. Manche Unternehmen buchen Anzeigen von Google, um schneller ins Visier der Bewerber zu kommen. Behrendt: "Genauso wichtig ist es, die Seite richtig zu verlinken, damit sie ein höheres Ranking in Suchmaschinen erreicht." Gerade Mittelständler, die ihre Job-Seiten oft noch selbst basteln, seien da noch recht unbedarft.

Entscheidend: Mit nur einem Klick sollte die Karriere-Seite von der Firmen-Homepage aus erreichbar sein. Maximal drei Klicks sollten es bis zu den freien Stellen sein, verrät Online-Expertin Behrendt. "Das dauert oft viel zu lange." Durch schlechte Benutzerführung verprellen Firmen potenzielle Bewerber, betont Jäger.

Ohnehin missverstehen viele Arbeitgeber ihre Job-Website als reine Stellenbörse. Möller-Beick von VW weiß, worauf es ankommt: "Die Seite muss dem Arbeitgeber ein Gesicht verleihen, Emotionen wecken und die Werte und Kultur des Unternehmens lebendig machen. Wie fühlt es sich an, für Volkswagen zu arbeiten?"

Arbeitgeber betrachten Bewerber immer mehr als Kunden, die sie im virtuellen Talentpool hegen und pflegen müssen, beobachtet Jäger. "Sobald eine passende Stelle vakant ist, informieren wir Kandidaten mit Potenzial automatisch", sagt Möller-Beick von VW. "Die warten nicht unendlich."

Mobile Kommunikationskanäle werden dabei immer wichtiger, gerade für die heutige "Generation Azubi". Doch die meisten Karriere-Sites sind damit noch nicht kompatibel. Jäger prophezeit: "Bewerber zieht künftig der Arbeitgeber an Land, der als Erster sein Jobangebot aufs Handy funkt."

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