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02.12.2005 
Methode und mehr

„Objektivität, Nachvollziehbarkeit und Validität“

Rankings stehen häufig in der Kritik, ihre Aussagekraft wird wegen methodischer Probleme angezweifelt: Die Befragung von Personen, die Einbeziehung von Schätzungen und Bewertungen ist als objektives Messinstrument eben nicht unfehlbar. Schon gar nicht bei Listen, die den Beteiligten und Genannten die Welt bedeuten.

Die vorliegende Studie "Welche Universität bietet die besten Chancen?" der Universität Regensburg geht einen anderen Weg und unterscheidet sich von vergleichbaren Veröffentlichungen: "Objektivität, Nachvollziehbarkeit und Validität", nennt Initiator Jürgen Schmude die methodische Essenz.

Objektivität

Grundlage der Bewertung sind objektiv erhobene Rahmenbedingungen, Kennzahlen und Daten der einzelnen Universitäten. Subjektive Einschätzungen und Meinungen spielten keine Rolle.

Im Wintersemester 2004/2005 und im Sommersemester 2005 haben Schmude und sein Team Datenmaterial gesammelt: Mit Fragebögen, die an die Universitäten verschickt wurden, mit Patentrecherchen, mit verdeckten Briefen und Emails an die Studienberatungen der einzelnen Universitäten und einem ausgiebigen Blick in die Vorlesungsverzeichnisse der Hochschulen.

Themenfelder

Von der Herangehensweise unterscheidet sich die aktuelle Studie lediglich in Nuancen von ihren Vorgängern aus den Jahren 2001 und 2003. Die Aufteilung der Bewertung in Themenfelder wurde wieder benutzt. "Das bietet den Vorteil, sowohl eine Gesamt- als auch Teilranglisten berechnen zu können", erläutert Schmude. Außerdem seien die Ergebnisse so vergleichbar mit den vorherigen Studien.

Acht Themenfelder blieben ohne Modifikationen bestehen. Ebenso gleich geblieben ist die Zahl der Einzelkriterien (47), die Gewichtung der Bausteine und die maximal erreichbare Punktzahl von 400.

Den mit 50 Prozent schwergewichteten Kernbereich des Rankings stellen nach wie vor die Themenfelder "Entrepreneurship-Lehrangebot" und "Vermarktung des Angebots" dar. "Diese Kategorien sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, breiten Gruppen Zugang zur Gründungsthematik zu gewähren", erklärt Jürgen Schmude.

Punkte sammeln

Basis für die objektive Bewertung im Ranking ist die Operationalisierung der Themenfelder, die Aufgliederung der Ranking-Bausteine in einzelne Kriterien. Auf zwei verschiedene Arten werden Punkte gesammelt: Bei der proportionalen Punktevergabe gibt es die Möglichkeit zu abgestuften Wertungen, bei der Ja/Nein-Entscheidung gilt "schwarz oder weiß". Gibt es etwas, gibt es volle Punktzahl. Gibt es etwas nicht, gibt es auch keine Punkte.

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