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08.04.2008 
Warum ein Kölner Volkswirt Unternehmen berät

Sparen mit Spieltheorie

von Florian Meyer

Der Kölner VWL-Professor Achim Wambach mischt sich in die Domäne der Betriebswirte ein: Er berät Unternehmen, wie sie ihren Einkauf optimieren - mit den Instrumenten der Spieltheorie. Nicht allen gefallen Wambachs Erkenntnisse. Denn diese machen den Zulieferern das Leben schwer.

Was genau kostet es, wenn ein Dax-Konzern seine IT-Dienstleistungen auslagert? Wie viel müsste Bosch seinen Zulieferern für das filigrane Steuerungsmodul einer Waschmaschine bezahlen? Und wo liegt der faire Einkaufspreis für spezielle, besonders leistungsstarke Motoren für neue Land-Rover-Geländewagen?

Normalerweise beschäftigen sich traditionelle Betriebswirte mit solchen Fragen. Doch auch für Achim Wambach, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Köln, ist es an der Tagesordnung, sich darüber den Kopf zu zerbrechen – allerdings aus einer ganz anderen als der betriebswirtschaftlichen Perspektive. Wambach interessiert letztlich nur eine Frage: Wie kann man einen funktionierenden Markt für solche Güter und Dienstleistungen schaffen?


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Mit den Antworten, die er darauf gibt, verdient der Kölner Wissenschaftler gutes Geld. Zusammen mit zwei Partnern hat Wambach eigens eine Beratungsfirma gegründet: TWS Partners mit Sitz in München – spezialisiert auf eine Dienstleistung namens „Economic Engineering“. Zu Wambachs Kunden gehören Dax-Konzerne wie Siemens und Automobilhersteller wie Land Rover.

21 Beschäftigte hat die vor sieben Jahren gegründete Beratung inzwischen, über ihren Jahresumsatz aber schweigt sich TWS aus. Nur so viel: „An Aufträgen mangelt es nicht“, sagt Marcus Schreiber, einer der Gründer von TWS Partners.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wie die Ökonomen im Detail vorgehen

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