Gerne simulieren Makro-Ökonomen im Labor komplexe Marktsituationen. So haben die Ökonomen Frank Heinemann (TU Berlin), Rosemarie Nagel (Pompeu Fabra, Barcelona) und Peter Ockenfels (Uni Frankfurt) haben das Geschehen auf dem Devisenmarkt analysiert. Sie wollten herausfinden, unter welchen Bedingungen spekulative Währungsattacken stattfinden und welche Strategien einzelne Akteure anwenden. Mit 405 Studenten simulierten die Forscher im Labor einen Devisenmarkt. Indizien für sich selbst erfüllende Prophezeiungen haben sie nicht gefunden. Worauf es vor allem ankam, waren starke Fundamentaldaten, wie zum Beispiel eine stabile Inflationsrate. Dann war die Gefahr von Währungsattacken geringer. Makro-Ökonomen nutzen das Labor zudem, um ihre Annahmen über das Verhalten der einzelnen Akteure auf den Prüfstand zu stellen. So erforschen sie im Detail, wie Menschen ihre Erwartungen bilden und wie risikobereit sie sind – Dinge, zu denen bislang oft recht pauschale Annahmen getroffen werden, ohne dass sie wirklich auf Mikroebene fundiert sind. Lesen Sie weiter auf Seite 3: Wie aussagekräftig sind Makro-Experimente? | ||||||||||||||||||||||||
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