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HANDELSBLATT, Freitag, 2. Mai 2008, 09:39 Uhr
Handel

Umsatz bei Lebensmitteln bricht drastisch ein

Der Umsatz mit Lebensmitteln ist im März drastisch eingebrochen. Sowohl im Einzelhandel als auch bei Supermärkten oder im Facheinzelhandel ging er im Vergleich zum März 2007 real um rund neun Prozent zurück. Auch andere Branchen schwächeln.


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Ob im Supermarkt oder im Facheinzelhandel: Die Kunden kaufen weniger Lebensmittel. Foto: dpa
Bild vergrößernOb im Supermarkt oder im Facheinzelhandel: Die Kunden kaufen weniger Lebensmittel. Foto: dpa

HB WIESBADEN. Den Umsatzrückgang teilte das Statistische Bundesamt am Freitag nach vorläufigen Ergebnissen mit. Der Einzelhandel in allen Branchen nahm um real 6,3 oder nominal 3,7 Prozent ab.

Allerdings hatte der März wegen Ostern drei Verkaufstage weniger als vor einem Jahr, wie die Statistiker betonten. Zudem wurde 2007 das beste März-Ergebnis seit 2003 erzielt. Im Vergleich zum Februar 2008 war der Umsatz des Einzelhandels im März 2008 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal unverändert und real um 0,1 Prozent niedriger. In den ersten drei Monaten des Jahres 2008 setzte der Einzelhandel nominal 1,3 Prozent mehr und real 1,2 Prozent weniger um als im ersten Quartal 2007.

Der Einzelhandelsumsatz mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren sank im März 2008 um nominal 4,4 Prozent und real sogar 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei den Supermärkten, Selbstbedienungs-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 4,3 Prozent und real 9,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 5,8 Prozent und real um 9,1 Prozent niedriger.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im März 2008 ebenfalls unter den Werten des Vorjahresmonats: nominal minus 3,1 Prozent, real minus 4,3 Prozent. Lediglich im sonstigen Facheinzelhandel, zum Beispiel Bücher und Schmuck, wurde real 0,8 Prozent mehr umgesetzt als im März 2007. In allen anderen Branchen dieses Bereichs lagen die Umsätze nominal und real unter den Werten des Vorjahresmonats.

Die vorläufigen Angaben beruhen den Angaben zufolge auf Daten aus sieben Bundesländern, in denen rund 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.


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