Konjunktur + ÖkonomieKonjunktur
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Freitag, 9. Mai 2008, 07:24 Uhr
Studie „Deutschland 2020“

McKinsey: Banken gefährden Wachstum

Die verkrustete Bankenbranche in Deutschland gefährdet nach Ansicht der Unternehmensberatung McKinsey das Wirtschaftswachstum. Die deutschen Kreditinstitute sind nicht international genug und tragen zu wenig zur Wirtschaftsleistung des Landes bei, schreiben die Berater in ihrer Studie „Deutschland 2020“.


 Mehr zum Thema: Aktuelle Konjunkturdaten
Artikel

Teuerung im Großhandel nahe 26-Jahres-Hoch (09.05. 08:29)

Artikel

Deutscher Exportmotor gerät ins Stocken (08.05. 14:13)

Artikel

Deutsche Industrie verzeichnet Auftragsminus (07.05. 13:12)

Zum Special ...



Die Frankfurter Skyline mit den Bankentürmen. Foto: dpa
Bild vergrößernDie Frankfurter Skyline mit den Bankentürmen. Foto: dpa

HB BERLIN. Wenn Deutschland bis zum Jahr 2020 Wachstumsraten von drei Prozent erreichen wolle, müsse sich die Kreditwirtschaft modernisieren, heißt es nach einem Bericht der „Welt“ in der McKinsey-Untersuchung. „Mit einem gesunden Bankensektor steht und fällt die ganze Wachstumsstory“, sagte McKinsey-Bankenexperte Eckart Windhagen der Zeitung.

Zwischen 1995 und 2005 hätten die Banken nach Zahlen von McKinsey durchschnittlich nur etwa ein Prozent zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland beigetragen. In vielen europäischen Ländern seien es fünf- bis sechsmal so viel gewesen, in Großbritannien habe der Wert sogar bei über zehn Prozent gelegen.

Zersplitterung des Marktes überwinden

Der Beitrag der Kreditinstitute zur Wertschöpfung in Deutschland sei schleichend von 4,6 auf 4,1 Prozent zurückgegangen, berichtete das Blatt weiter. „Es ist frappierend, wie Deutschland in den letzten 15 Jahren zurückgefallen ist“, sagte Berater Windhagen.

Um zu anderen Ländern aufzuschließen, müssten die deutschen Banken nach Ansicht von McKinsey vor allem die Zersplitterung des Marktes in rund 2000 Kreditinstitute überwinden. „Das drängendste Problem ist die mangelnde inländische Konsolidierung“, heißt es in der Studie der Unternehmensberatung. Die Chancen dafür stünden deutlich besser als in den vergangenen Jahren, sagte Windhagen weiter.

Im Sparkassensektor führten etwa die Schwierigkeiten mehrerer Landesbanken dazu, „dass ganz offen Dinge gesagt werden, die vor Jahren noch zu großem Aufruhr geführt hätten zum Beispiel die Forderung nach privaten Kapital für die Landesbanken.“


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel McKinsey: Banken gefährden Wachstum(09.05. 07:24)
Artikel US-Außenhandelsdefizit sinkt überraschend stark(09.05. 17:40)
Artikel Teuerung im Großhandel nahe 26-Jahres-Hoch(09.05. 08:29)
Exklusivmeldung Deutsche Unternehmen zahlen deutlich weniger Steuern(08.05. 19:39)
Artikel Deutscher Exportmotor gerät ins Stocken(08.05. 14:13)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

STIMMUNG DEUTSCHLAND
Mai 08Apr 08Mär 08
Ifo-Klima102,4104,8
- Ifo-Erwartungen96,898,4
- Ifo-Lage108,4111,5
ZEW-Index-40,7-32,0
GfK-Konsumklima5,94,84,5
» alle Daten
Ifo-Klima 1)
WACHSTUMSPROGNOSEN
DeutschlandDeutschlanddie Wachstumsprognosen für Euro-Zonedie Wachstumsprognosen für USAdie Wachstumsprognosen für Japan
Veränderung des realen BIP zum Vorjahr in %
20092008
Consensus Economics1,81,7
EU-Kommission1,51,8
Frühjahrsgutachten der Institute1,41,8
IWF1,01,4
Bundesregierung1,21,7
OECD2,1
Sachverständigenrat1,9
ARBEITSMARKT DEUTSCHLAND
Apr 08Mär 08Feb 08
Arbeitslose in Mill.3,4143,5073,617
Arbeitslosenquote in %8,18,48,6
Soz.vers.pfl. Beschäftigte in Mill.27,151
Erwerbstätige in Mill.39,92539,789
» alle Daten
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Destatis, Bundesbank
FAKTEN
DeutschlandDeutschlanddie Fakten für Euro-Zonedie Fakten für USAdie Fakten für Japan
Mär 08Feb 08Jan 08Dez 07
Industrieproduktion, % zum Vormonat-0,50,21,41,5
Auftragseingang Gesamt, % zum Vormonat-0,6-0,6-0,7-1,2
Q4 2007Q3 2007Q2 2007Q1 2007
BIP-Wachstum, % zum Vorquartal0,30,70,20,6
2008200720062005
Haushaltssaldo in % des BIP0,10,0-1,6-3,4
» alle Daten
Haushaltssaldo 2008: Prognose der OECD
Quelle: Bundesbank, Destatis, Ifo, OECD
LEITZINSEN IN %
RegionZinssatzLetzte
Änderung
Euro-Zone4,00stabil
USA2,00gefallen
Großbritannien5,00gefallen
Japan0,50stabil
» Mehr zur Geldpolitik im ECB Shadow Council
Quelle: EZB, FRS, BoE, BoJ
AUSSENWIRTSCHAFT
ArtikelMerkel lenkt den Blick auf Lateinamerika
ArtikelEnergiemarkt lockt Investoren
ArtikelDas Kreuz mit der Inflation
WICHTIGE KONJUNKTUR-LINKS
WEB-LinkBundesagentur für Arbeit
WEB-LinkBundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI)
WEB-LinkDeutsche Bundesbank
WEB-LinkDeutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
WEB-LinkEuropäische Zentralbank (EZB)
WEB-LinkEurostat
WEB-LinkHamburgisches Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI)
WEB-LinkIfo-Institut für Wirtschaftsforschung
WEB-LinkInstitut der deutschen Wirtschaft (IW)
WEB-LinkInstitut für Weltwirtschaft (IfW)
WEB-LinkInstitut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
WEB-LinkInstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
WEB-LinkRheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)
WEB-LinkSachverständigenrat
WEB-LinkStatistisches Bundesamt
WEB-LinkVerein für Socialpolitik
WEB-LinkZentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Update 2008

Ranking: Die besten deutschen Ökonmen im Ausland
Top-Fakultäten

Interaktive Grafik: Die besten Adressen für VWL.
Indikator

Wie sich die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal entwickelt.
VorschauTermine

Wichtige Konjunkturdaten in dieser Woche