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HANDELSBLATT, Mittwoch, 30. April 2008, 22:23 Uhr
Finanzkrise

US-Notenbank senkt Leitzins erneut

Die US-Notenbank (Fed) stemmt sich weiter mit einer lockeren Geldpolitik gegen einen Abschwung. Die Fed hat den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 2,0 Prozent zurückgenommen. Beobachter warten nun Spannung darauf, ob die Währungshüter Signale für ein Ende des Zinssenkungszyklus senden. Denn neben der Finanzkrise entwickelt sich in den USA weiteres Unheil.



US-Notenbankchef Bernanke behält den Zinssenkungskurs bei. Fto: ap
Bild vergrößernUS-Notenbankchef Bernanke behält den Zinssenkungskurs bei. Fto: ap

HB WASHINGTON. Insgesamt ist es die siebte Zinssenkung seit August 2007. Zuletzt hatte der Satz im November 2004 derart niedrig gelegen.

Die meisten Experten waren von einem Zinsschritt in diesem Umfang ausgegangen. Die Erwartungen gehen nun dahin, dass die Währungshüter nach der erneuten Senkung eine Pause einlegen und den Zins möglicherweise bis ins nächste Jahr hinein unverändert lassen. Grundlage für diese Einschätzung sind gewachsene Inflationssorgen insbesondere vor dem Hintergrund des Preisauftriebs im Energie- und Nahrungsmittelbereich. Zudem ist das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal dieses Jahres mit 0,6 Prozent etwas besser ausgefallen als erwartet, wie das Handelsministerium in Washington kurz vor der Zinsentscheidung in einer ersten Schätzung mitgeteilt hatte.


» Kommentar: Vorsichtige Wende


In einer Erklärung des Offenmarktausschuss der Fed hieß es, in den nächsten Quartalen werde werde zwar eine Mäßigung der Inflation im Zuge eines Preisausgleich bei Energie und anderen Rohstoffen erwartet. Die „Ungewissheit“ über die Inflationsentwicklung bleibe aber groß. „Es werde nötig sein, die Entwicklung sorgfältig zu beobachten.

Zum Konjunkturausblick sagen die Währungshüter, die substanzielle Lockerung der Geldpolitik in den vergangenen Monaten verbunden mit Maßnahmen zur größeren Liquidität „sollten zur Förderung eines moderaten Wachstums im Laufe der Zeit beitragen“. Der Ausschuss werde weiterhin wenn nötig handeln, um dauerhaftes Wirtschaftswachstum und Preisstabilität zu fördern.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Überraschend robuste US-Konjunktur


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