Grundsätzlich basiert das Handelsblatt-Ranking darauf, dass es in der Zunft eine allgemein bekannte Hierarchie von Fachzeitschriften gibt und man daher von der Qualität einer Zeitschrift auf die Qualität der darin veröffentlichten Aufsätze schließen kann.
Forschungspapiere, die in den im Handelsblatt-Ranking berücksichtigten Zeitschriften erscheinen, unterliegen anders als Bücher oder Aufsätze in Sammelbänden einer Qualitätskontrolle. Nur Studien, die das Plazet von externen Fachgutachtern bekommen, werden von diesen Fachzeitschriften angenommen. Manche Journale lehnen mehr als 90 Prozent der eingereichten Manuskripte ab. Dieser Ausleseprozess, der je nach Anspruch und Renommee der Zeitschrift unterschiedlich streng ist, führt in der Regel dazu, dass nur die besten Arbeiten veröffentlicht werden.
Die Journal-Liste des Handelsblatts wurde im Vergleich zum Vorjahr ergänzt – statt 181 werden nun 220 Zeitschriften berücksichtigt. Bei Auswahl und Gewichtung orientiert sich das Handelsblatt weiterhin an bestehenden Journal-Rankings. Zum einen wird das Gewichtungsschema der französischen Ökonomen Pierre-Philippe Combes und Laurent Linnemer berücksichtigt, die 2003 im Auftrag der European Economic Association ein Ranking der führenden europäischen VWL-Fakultäten erstellten. Zweitens wird die – in diesem Jahr aktualisierte – Liste des niederländischen Tinbergen-Instituts herangezogen. Neu ist, dass zusätzlich das im Juli 2007 erstellte Journal-Ranking des Kieler Instituts für Weltwirtschaft berücksichtigt wird.
Darüber hinaus wurde der Kanon der betrachteten Zeitschriften für das Fachgebiet Statistik erweitert. Grund dafür ist, dass die drei betrachteten Zeitschriften-Listen die führenden Statistik-Zeitschriften nur unzureichend abdecken.
Fünf Top-Journale bilden im Handelsblatt-Ranking die Benchmark – der „American Economic Review“, „Econometrica“, das „Journal of Political Economy“, der „Review of Economic Studies“ sowie das „Quarterly Journal of Economics“. Ein Artikel aus diesen Zeitschriften ist einen Punkt wert. Aufsätze in den 215 anderen Journalen bekommen zwischen 0,67 und 0,2 Punkten. Hat ein Papier mehrere Autoren, so werden die Punkte unter den Verfassern aufgeteilt.
