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 HANDELSBLATT, Dienstag, 8. Januar 2008, 07:33 Uhr
Business-Monitor

Deutsche Firmen zieht es nach Osteuropa

Von Bert Fröndhoff

Deutsche Unternehmen verschieben den Fokus ihrer internationalen Expansion immer stärker nach Osteuropa. Dort erwarten sie einen kräftigen Schub für ihr eigenes Geschäft.


DÜSSELDORF. Wie eine Umfrage des Handelsblatts zeigt, wollen 40 Prozent der befragten deutschen Manager in dieser Region das Wachstum forcieren, das sind sieben Prozentpunkte mehr als im vorigen Jahr. Für den aktuellen Handelsblatt Business-Monitor befragte das Psephos-Institut 409 Top-Manager aus deutschen Unternehmen zu ihren Strategien für die kommenden zwölf Monate.

Schwerpunkt des Wachstums bleibt zwar Deutschland: Am Heimatmarkt erwarten 66 Prozent der Befragten in diesem Jahr ein stärkeres Unternehmenswachstum. Doch diese Zahl ist im Vergleich zur gleichen Umfrage vor einem Jahr konstant geblieben. Bei den Auslandsmärkten dominiert Osteuropa deutlich.

In Asien planen nur 31 Prozent der Befragten eine stärkere Expansion. Diese Zahl ist im Vergleich zum Business-Monitor des Vorjahres ebenso konstant geblieben wie der Wert für den nordamerikanischen Markt. Dort wollen nur zwölf Prozent der Unternehmen das eigene Wachstum forcieren. Um die internationale Präsenz zu stärken, wollen Deutschlands Top-Manager in den nächsten zwölf Monaten zudem stärker als in den Vorjahren auf Übernahmen und strategische Partnerschaften zurückgreifen.

Insgesamt wurden im Handelsblatt Business-Monitor 1 215 Manager in sechs europäischen Ländern nach ihren Strategien befragt. Es zeigt sich insgesamt ein ähnliches Bild wie in Deutschland: Die Führungskräfte vertrauen in den kommenden zwölf Monaten vor allem auf einen starken Heimatmarkt, aber zunehmend auch auf mittel- und osteuropäische Länder. Leicht gesunken sind insgesamt hingegen die Erwartungen für Asien.


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