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HANDELSBLATT, Donnerstag, 28. Februar 2008, 14:53 Uhr
Handelsblatt Business-Monitor

Wirtschaftselite fürchtet Imageverlust


Deutschlands Wirtschaftselite fürchtet, dass die durch den „Fall Zumwinkel“ ausgelöste Steueraffäre das Image von hiesigen Managern beschädigen wird. In Großunternehmen ist diese Sorge besonders groß.



Handelsblatt Business-Monitor: Der Fall 'Zumwinkel' führt zu Sorge in den  Führungsetagen.
Handelsblatt Business-Monitor: Der Fall 'Zumwinkel' führt zu Sorge in den Führungsetagen.

DÜSSELDORF. 86 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einen Imageschaden für Unternehmer und Top-Manager fürchten. Davon erwarten 39 Prozent sogar einen „gewaltigen“ Verlust an Ansehen.

Das ergibt eine Blitzumfrage für den Handelsblatt Business-Monitor unter 460 Führungskräften in Deutschland. Das Psephos-Institut hatte sie im Auftrag des Handelsblattes und der Unternehmensberatung Droege & Comp. vom 21. bis 27. Februar telefonisch befragt.

In Großunternehmen ist diese Sorge besonders groß: Hier rechnen mit 47 Prozent überdurchschnittlich viele mit einem gewaltigen Imageverlust. Dass der „Fall Z.“ ohne Folgen für die deutschen Wirtschaftsvertreter bleibt, sehen insgesamt gerade einmal 13 Prozent vorher.

Das Ansehen des gesamten Standorts Deutschland dagegen sehen die Top-Manager weniger stark gefährdet. Vier von zehn Managern erwarten keinerlei Schaden. Knapp die Hälfte (48 Prozent) rechnet mit einem „geringen Imageverlust“. Und mit 14 Prozent erwartet nur eine Minderheit einen „gewaltigen“ Schaden.

Über die Frage, welche Konsequenzen aus der Steueraffäre gezogen werden müssen, herrscht unter den Spitzenmanagern weitgehend Einigkeit: „Niedrigere Steuern als bislang erheben“ fordert mit 59 Prozent ebenso eine breite Mehrheit wie „Das vorhandene Strafmaß stärker als bislang ausnutzen“ (60 Prozent). Ein noch härteres Strafmaß für Steuersünder halten dagegen nur 19 Prozent für die richtige Schlussfolgerung. Mehr Steuerfahnder einzusetzen wäre aus der Sicht von 28 Prozent der Manager ein Weg, den die Bundesregierung gehen sollte.


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