Vor allem Großunternehmen haben vor, weitere Mitarbeiter einzustellen: Mit 48 Prozent liegt die Einstellungsbereitschaft hier weit über dem Durchschnitt. Auch mit Blick auf die Branchen unterscheidet sich der Bedarf an Mitarbeitern deutlich: Während in der Metallerzeugung sowie dem Maschinen- und Fahrzeugbau 45 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter einstellen wollen, planen dies im Baugewerbe nur noch 19 Prozent.
Insgesamt dürfte die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt allerdings leicht abnehmen, deutet die Umfrage an: Der Saldo war in den zurückliegenden Monaten größer als derzeit. Im Sommer 2007 hatten 41 Prozent geplant, Beschäftigte einzustellen und nur elf Prozent, Mitarbeiter abzubauen.
Volkswirte wie Andreas Scheuerle von der Deka-Bank warnen aber davor, aus den Umfrageergebnissen zu schließen, es werde keine konjunkturelle Abschwächung geben: „Die Delle kommt, die Frage ist nur, wie tief sie sein wird.“ Dass die Unternehmen offenbar nur mit einer temporären Abschwächung rechnen, kann er nachvollziehen: „Es spricht viel dafür, dass nach einem schwachen ersten Halbjahr die deutsche Konjunktur wieder Fahrt gewinnen wird.“ Seine Argumente: Die Inflation dürfte sinke, die Löhne steigen und dank der höheren Realeinkommen der private Konsum zunehmen.
Ausschlaggebend für die Pläne der Manager dürfte auch ihr Vertrauen in den hiesigen Standort sein. Mit 80 Prozent hält eine breite Mehrheit die Bedingungen für die Wirtschaft für „gut“ (17 Prozent) oder „eher gut“ (63 Prozent). Dass sie in den kommenden zwölf Monaten noch besser werden, halten zwar nur drei Prozent für wahrscheinlich. So gut wie derzeit dürften sie aber bleiben, erwarten immer noch 58 Prozent der Manager – und das, obwohl der Anteil der Pessimisten deutlich von 18 auf 27 Prozent gestiegen ist.
Wie gut die Ausgangslage derzeit ist, zeigen Daten der Industrie: Sie erwirtschaftete 2007 ihr drittstärkstes Umsatzplus seit der Wiedervereinigung.




