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26.03.2008 

Besonders schwer sind Führungskräfte zu finden, die fundiertes technisches Wissen und zugleich ein ausgeprägtes Verkäufertalent haben, zeigt der Handelsblatt Business-Monitor. Recruitingspezialisten bestätigen dies: „Im technischen Vertrieb sind Ingenieure gefragt, die zusätzlich eine wirtschaftswissenschaftliche Aus- oder Weiterbildung haben. Diese Kandidaten beweisen, dass sie flexibel sind“, sagt Olivier Lemaitre, Managing Director für Zentral- und Osteuropa beim Personalberater Michael Page. Ein zusätzliches Problem ist aus seiner Sicht, dass in Deutschland die Jobs im Vertrieb nicht so angesehen sind wie beispielsweise in den angelsächsischen Ländern oder den Niederlanden. Lemaitre rät: Für den Ausbau des Vertriebs sollten Unternehmen nicht nur in der eigenen Branche nach neuen Mitarbeitern suchen. Es passten auch Fachkräfte aus Branchen, die von der Kundenart, der Vertragsarbeit und vom Größenniveau ähnlich sind.

Im aktuellen Handelsblatt Business-Monitor wurden die Top-Manager auch danach gefragt, welche Bildungseinrichtung den Fachkräfte-Nachwuchs am besten auf den Einsatz im Unternehmen vorbereite. Es zeigt sich, dass die Manager einen Mix aus betrieblicher und akademischer Ausbildung bevorzugen: 65 Prozent halten die betriebliche Ausbildung für bestens geeignet, 60 Prozent die Fachhochschulen und 54 Prozent die Universitäten (auch hier waren Mehrfachnennungen möglich).

Die Einschätzungen variieren aber deutlich nach Unternehmensgröße. Kleine Firmen bevorzugen Absolventen von den meist praxisorientierten Fachhochschulen – oft hegen die in der Provinz ansässigen Firmen enge Beziehungen zu FHs in ihrer direkten Nähe. Bei den Großunternehmen stehen hingegen die Unis und Business-Schools im Vordergrund. 59 Prozent der Manager in Firmen ab 500 Mitarbeitern halten Nachwuchskräfte von Business-Schools, etwa mit MBA-Abschluss, für bestens geeignet. In Kleinunternehmen sind es nur 19 Prozent.

Personalexperte Mandewirth von Droege & Comp erwartet, dass sich angesichts des Fachkräftemangels weitere eigene Bildungskonzepte in den Unternehmen etablieren werden: beispielsweise sogenannte Corporate Academys, die die Firmen selbst oder in Kooperation mit privaten Hochschulen betreiben. Schon jetzt nannte ein Viertel der Befragten im Business-Monitor andere Bildungseinrichtungen wie etwa Akademien als Institutionen, die am besten auf die Unternehmenspraxis vorbereiteten.


Handelsblatt Business-Monitor

Top-Manager urteilen: Der Handelsblatt Business-Monitor, eine repräsentative Befragung deutscher Spitzenmanager im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp, wird seit 1999 neunmal jährlich erhoben.

Ergebnisse: Für die aktuelle Erhebung hat das Hamburger Marktforschungsinstitut Psephos vom 20. Februar bis zum 6. März 771 Führungskräfte deutscher Unternehmen telefonisch befragt.

Dokumentation: Zusätzlich zur Berichterstattung im Handelsblatt sind die gesamten Umfrageergebnisse in einem Berichts- und Tabellenband detailliert aufgeschlüsselt. Diese Dokumentation ist in digitaler und in gedruckter Form erhältlich. Die vollständigen Ergebnisse des Handelsblatt Business-Monitors können Sie telefonisch bestellen unter 0800- 0002056 oder im Internet unter » www.handelsblatt-shop.com

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IWF 1 2
OECD 1,1 1,9
EU-Kommission 1,5 1,8
Frühjahrsgutachten der Institute 1,4 1,8
Bundesregierung 1,2 1,7
Sachverständigenrat 1,9