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HANDELSBLATT, Donnerstag, 10. August 2006, 19:18 Uhr
Merkelvideo

Stoibers Schwiegersohn produziert Merkel-Podcast

Für angeblich 40 000 Euro bis zum Jahresende soll der Schwiegersohn des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Jürgen Hausmann, den Video-Podcasts von Bundeskanzlerin Angela Merkel prodzieren. Die Merkelvideos sollen jetzt hochwertiger und leichter zugänglich werde.


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Eine junge Frau schaut sich Anfang Juni die erste Videobotschaft der Kanzlerin an. Foto: dpa
Bild vergrößernEine junge Frau schaut sich Anfang Juni die erste Videobotschaft der Kanzlerin an. Foto: dpa

HB BERLIN. Wie die „Augsburger Allgemeinen“ berichtet ist der Informatiker Hausmann Vorstand der Münchner Internetagentur Evisco, die die Ausschreibung des Bundespresseamtes gegen 17 Mitbewerber gewonnen hatte.

Hausmann ist seit Ende 1998 mit der ältesten Stoiber-Tochter Constanze, einer Juristin, verheiratet. Der Stoiber-Schwiegersohn sagte dem Blatt: „Ich habe schon erwartet, dass nun Fragen nach meinen familiären Bindungen kommen. Beziehungen spielten aber bei der Vergabe keine Rolle. Wir haben den Auftrag durch Leistung und einen guten Preis gewonnen.“

Das Bundespresseamt wählte nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ die Bewerber nach einem strengen Punkteverfahren aus, bei dem Preis und Qualität die entscheidenden Kriterien gewesen seien.

"Es werden sich Dinge ändern", kündigte Evisco-Vorstand Götz Schulz-Temmel an. "Wir überlegen natürlich, wie das Ganze peppiger gemacht werden kann." Zudem sollten die Merkelvideos hochwertiger produziert werden und leichter zugänglich sein.

Die Entscheidung für Evisco sei dann in einem siebenköpfigen Gremium aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen gefallen. Die Ausschreibung und die entsprechende EU-Richtlinien seien streng eingehalten worden.

Der Auftrag für die Podcasts, die jeweils samstags aus dem Internet abgerufen werden können, wurde bis Ende des Jahres vergeben. Die ersten Podcasts der Kanzlerin waren noch von der Firma RCC des Journalisten und Merkel-Biografen Wolfgang Stock produziert worden.

Stocks Angebot war jedoch teurer als das von Evisco. Die Münchner Firma erhält für die Abwicklung des gesamten Auftrags nach Angaben aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen rund 40.000 Euro

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