HB BERLIN. „Vor dem Hintergrund, dass die Steuereinnahmen so erfreulich laufen wie
wir das jetzt sehen, glaube ich, dass man die ein oder andere
Privatisierung für spätere Jahre zurückhalten könnte“, sagte der
Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Werner Gatzer in einem
am Dienstag veröffentlichten Reuters-Interview. Damit
beantwortete er die Frage, ob die für dieses Jahr eingeplanten
9,2 Milliarden Euro an Privatisierungseinnahmen beim Bund
letztlich auch zum Tragen kämen.
| Telekom |
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| Empfehlungen | | Kursziel | | Durchschnitt |
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Unter den Privatisierungsobjekten des Bundes ist die
Unternehmensbeteiligung an der Deutsche Telekom die
prominenteste. An dem ehemaligen Staatskonzern hält der Bund
direkt noch 14,8 Prozent. Weitere 16,9 Prozent sind im Besitz
der staatseigenen KfW-Bankengruppe, davon sind allerdings 6,5
Prozent für eine Umtauschanleihe reserviert. Üblicherweise
verkauft der Bund seine Telekom-Aktien an die KfW, die sie dann
am Aktienmarkt platziert oder an andere Investoren weiter
verkauft. Zuletzt hatte der US-Finanzinvestor Blackstone im
April 2006 von der KfW für knapp 2,7 Milliarden Euro 4,5
Prozent der gesamten Telekom-Anteile übernommen.