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30.08.2007 
Freiwilliger Verzicht

Hartz gibt Bundesverdienstkreuz zurück

Der ehemalige Volkswagen-Vorstand Peter Hartz hat sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben. Er war Anfang des Jahres wegen Untreue verurteilt worden. Das Bundespräsidialamt bestätigte den Eingang des Ordens nicht. Ein Sprecher verwies darauf, dass Aberkennungs-Verfahren vertraulich seien.

Der ehemalige VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz, hat sein Verdienstkreuz zurück gegeben. Foto: dpaLupe

Der ehemalige VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz, hat sein Verdienstkreuz zurück gegeben. Foto: dpa

HB SAARBRÜCKEN. Sein Mandant habe „nach vorheriger Abstimmung mit dem Bundespräsidialamt“ freiwillig auf den Orden verzichtet und ihn zurückgeschickt, sagte Hartz-Anwalt Egon Müller am Donnerstag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der „Saarbrücker Zeitung“. Ein förmliches Entziehungsverfahren sei nicht eingeleitet worden.

Hartz, der 2002 mit dem Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet worden war, wurde im Januar 2007 wegen Untreue und Begünstigung eines VW-Betriebsrates zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. Die Höhe des Strafmaßes verpflichtet das Bundespräsidialamt nach Angaben des Blattes zur Prüfung der Ordensfrage.

Ein Sprecher der Ordenskanzlei des Präsidialamtes wollte nach Angaben der „Saarbrücker Zeitung“ auf Anfrage den Eingang des Ordens nicht bestätigen. Aberkennungs-Verfahren seien grundsätzlich vertraulich. Üblicherweise, so der Sprecher gegenüber der Zeitung, gehe dem Entziehungsverfahren jedoch ein Schreiben voraus, in dem das Bundespräsidialamt den Vorschlag der freiwilligen Rückgabe mache.

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