PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
 HANDELSBLATT, Sonntag, 27. April 2008, 14:55 Uhr
„Erfolgsmodell gerät ins Wanken“

BDI-Chef fürchtet Ausverkauf des Mittelstands

Von Donata Riedel

BDI-Präsident Jürgen Thumann fürchtet, dass die Erbschaftsteuerreform das traditionelle Gesellschaftermodell großer Familiengesellschaften zum Einsturz bringt.


 Mehr zum Thema: Erbschaftsteuer
Artikel

Betrogener Bankkunde (30.04. 09:00)

Artikel

CSU ohne Rückhalt für Regionalisierung der Erbschaftsteuer (21.04. 15:06)

Artikel

Akzeptable Amnestie (21.04. 10:00)

Zum Special ...



BDI-Präsident Jürgen Thumann. Foto: dpa
Bild vergrößernBDI-Präsident Jürgen Thumann. Foto: dpa

BERLIN. "Wenn das neue Bewertungsrecht tatsächlich so kommt, würden Familienunternehmen systematisch viel zu hoch besteuert", sagte er dem Handelsblatt. Die Erbschaftsteuerreform ist am Montag Thema im Koalitionsausschuss.

Die Gesellschafterverträge alter Famlienunternehmen mit vielen Anteilseignern sehen vor, dass jeder Gesellschafter seinen Anteil nur an die Miteigentümer verkaufen kann - und zwar zu einem deutlich niedrigeren Wert als dem Verkaufspreis für das ganze Unternehmen. Das neue Erbschaftsteuerrecht soll nach dem Gesetzentwurf der Regierung aber grundsätzlich vom aktuellen Marktwert ausgehen. "Der Erbe muss also Erbschaftsteuer zahlen auf ein Vielfaches des Wertes, den er erhält", sagte Thumann.

Der BDI erwartet, dass die Gesellschafter nach der Erbschaftsteuerreform die bisher üblichen Abfindungsklauseln nicht mehr akzeptieren werden und den Marktpreis verlangen. "Es droht der Ausverkauf des deutschen Mittelstands", sagte Thumann. Der BDI erwarte eine jahrelange Prozesslawine und eine Zeit immenser Unsicherheit für die Unternehmen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Das vollständige Interview mit Jürgen Thumann im Wortlaut


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Die doppelte Außenpolitik(11.05. 12:39)
Artikel Politiker streiten über Benzinpreis(11.05. 16:54)
Artikel Beckstein setzt auf Dialog mit Prag (11.05. 16:03)
Artikel Wirtschaftsverbände fordern mehr Netto(11.05. 15:37)
Artikel Glos und Gabriel streiten weiter (11.05. 12:45)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

ORDNUNGSPOLITISCHER EINSPRUCH


Die Steuern müssen sinken


Nach der Steuerreform ist vor der Steuerreform. Diese Einsicht in die Unvermeidlichkeit schreckt jeden Finanzminister. Dennoch muss er damit rechnen, dass in regelmäßigen Abständen nicht nur Bürger nach der nächsten Steuersenkung fragen, sondern auch politische Kräfte dieses Thema mit entsprechenden Vorschlägen präsentieren. An diesem Punkt sind wir nun wieder angelangt.

Von Michael Hüther

BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Libanon versinkt im Chaos
Der Libanon versinkt im Chaos: Bei blutigen Straßenkämpfen hat die radikal-islamische Hisbollah-Miliz große Teile der Hauptstadt Beirut unter ihre Kontrolle gebracht. Es ist die schwerste Krise in dem Land seit fast 20 Jahren – und das hat Folgen für gesamte Region. Der Gewaltausbruch in Bildern.
Bildergalerie  Feiern im Zeichen des Davidssterns
Große Party in Tel Aviv: Israel feiert seinen 60. Geburtstag. Hunderttausende Menschen treffen sich bei Laser- und Lichtshows oder Feuerwerken. Die Palästinenser hissen indes schwarze Trauerfahnen – eine Fotostrecke.
Bildergalerie  Putins Kreml AG
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Macht offiziell an seinen Wunschnachfolger Medwedjew übergeben. Seit 2000 war es das Ziel Putins, alle Macht auf den Kreml zu konzentrieren – und er hat es konsequent verfolgt: Putin steuert den Branchenriesen Gazprom, lehrt die Oligarchen das Fürchten, lässt eine Opposition nicht zu. Der Aufstieg des Ex-Geheimdienstlers in Bildern.
Bildergalerie  Der unbeliebte Präsident bling-bling
Als Nicolas Sarkozy am 6. Mai 2007 zum französischen Präsidenten gewählt wird, bejubelt das Volk sein neues Staatsoberhaupt. Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie verfolgen. Die Franzosen sind genervt vom Zappelphilipp im Élysée und seinen privaten Eskapaden. Und auch die wirtschaftliche Bilanz spricht Bände. Ein Jahr „Supersarko“ in Bildern.
DAS POLITISCHE FEATURE


Die etwas andere Versöhnung


Auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin ist ein Fußballplatz angedeutet. Theo Zwanziger und Frank-Walter Steinmeier sitzen irgendwo hinter der Eckfahne im Seitenaus. Denn der DFB-Präsident und der Außenminister sind an diesem Abend nur Randfiguren.

Andreas Rinke

UMFRAGE

Hillary Clinton kann Barack Obama de facto nicht mehr einholen. Sollte sie jetzt aus dem Wahlkampf aussteigen?

Ja

Nein

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Israel

Themen-Special: Wo das Land 60 Jahre nach der Staatsgründung steht.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
EU-Quiz

Wissen Sie, was sich durch den Reformvertrag verändert?
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick