PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Mittwoch, 30. April 2008, 09:42 Uhr
Aktiengesetz

SPD findet Zustimmung bei Managergehältern

Von D. Fockenbrock und Donata Riedel

Die Vorschläge der SPD zur Begrenzung von Managergehältern haben durchaus Chancen auf Umsetzung – zum Teil zumindest. Das gilt vor allem für den Vorschlag, künftig den gesamten Aufsichtsrat über Vergütungsverträge von Vorständen abstimmen zu lassen. Aktienrechtsexperten wie der Frankfurter Jurist Theodor Baums halten das meiste zwar für umsetzbar – aber wirkungslos.


 Mehr zum Thema: Managergehälter
Artikel

BDI fürchtet Exodus talentierter Manager (29.04. 08:29)

Artikel

SPD-Vorstoß zu Managergehältern sorgt für Skepsis (28.04. 08:39)

PDF-Download

Wortlaut: Bericht der SPD-Arbeitsgruppe Managergehälter (28.04. 18:03)

Zum Special ...


DÜSSELDORF/BERLIN. Sowohl die Union als auch Aktienrechtsexperten wie der Frankfurter Jurist Theodor Baums unterstützen diesen Punkt ausdrücklich. Vertragsverhandlungen könnten natürlich nicht im Plenum geführt werden, sagte Baums dem Handelsblatt: „Die Verträge sollten aber dem Plenum zur Abstimmung vorgelegt werden.“ Weil in den Ausschüssen heute zumeist ehemalige oder aktive Vorstände säßen, sei es „nicht sinnvoll“, solche Themen zu delegieren.

Die SPD hatte vor allem mit ihrem Vorschlag, Managergehälter nur noch bis zu eine Mill. Euro komplett als Betriebsausgabe steuerlich anzuerkennen, bei Wirtschaftsverbänden und in der Unionsspitze einen Sturm der Entrüstung entfacht. Die aktienrechtlichen Teile des SPD-Papiers hält dagegen der Unions-Finanzexperte Otto Bernhardt (CDU) durchaus „für diskussionswürdig“.

Die SPD-Arbeitsgruppe unter Leitung des Finanzexperten Joachim Poß hatte darüber hinaus angeregt, die „Angemessenheit“ von Managergehältern, die heute bereits im Aktiengesetz steht, näher zu definieren. So sollen die Kriterien „Branchenüblichkeit“ und „internationale Vergleichbarkeit“ hinzu kommen. Aktienoptionen sollen Manager nach SPD-Vorstellungen erst nach drei statt nach zwei Jahren einlösen können, um so eine Neuausrichtung der Konzerne auf langfristigere Unternehmensziele zu fördern. Dieses Ziel teilt die Union ebenfalls.

Baums hält diese Punkte aktienrechtlich ohne Probleme für realisierbar. Dies sei aber weitgehend wirkungslos. Das Aktienrecht definiere die Angemessenheit bereits hinreichend, weil dort auf die „Lage der Gesellschaft“ Bezug genommen werde.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Transparenz per Gesetz


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Die doppelte Außenpolitik(11.05. 12:39)
Artikel Politiker streiten über Benzinpreis(11.05. 16:54)
Artikel Beckstein setzt auf Dialog mit Prag (11.05. 16:03)
Artikel Wirtschaftsverbände fordern mehr Netto(11.05. 15:37)
Artikel Glos und Gabriel streiten weiter (11.05. 12:45)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

ORDNUNGSPOLITISCHER EINSPRUCH


Die Steuern müssen sinken


Nach der Steuerreform ist vor der Steuerreform. Diese Einsicht in die Unvermeidlichkeit schreckt jeden Finanzminister. Dennoch muss er damit rechnen, dass in regelmäßigen Abständen nicht nur Bürger nach der nächsten Steuersenkung fragen, sondern auch politische Kräfte dieses Thema mit entsprechenden Vorschlägen präsentieren. An diesem Punkt sind wir nun wieder angelangt.

Von Michael Hüther

BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Libanon versinkt im Chaos
Der Libanon versinkt im Chaos: Bei blutigen Straßenkämpfen hat die radikal-islamische Hisbollah-Miliz große Teile der Hauptstadt Beirut unter ihre Kontrolle gebracht. Es ist die schwerste Krise in dem Land seit fast 20 Jahren – und das hat Folgen für gesamte Region. Der Gewaltausbruch in Bildern.
Bildergalerie  Feiern im Zeichen des Davidssterns
Große Party in Tel Aviv: Israel feiert seinen 60. Geburtstag. Hunderttausende Menschen treffen sich bei Laser- und Lichtshows oder Feuerwerken. Die Palästinenser hissen indes schwarze Trauerfahnen – eine Fotostrecke.
Bildergalerie  Putins Kreml AG
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Macht offiziell an seinen Wunschnachfolger Medwedjew übergeben. Seit 2000 war es das Ziel Putins, alle Macht auf den Kreml zu konzentrieren – und er hat es konsequent verfolgt: Putin steuert den Branchenriesen Gazprom, lehrt die Oligarchen das Fürchten, lässt eine Opposition nicht zu. Der Aufstieg des Ex-Geheimdienstlers in Bildern.
Bildergalerie  Der unbeliebte Präsident bling-bling
Als Nicolas Sarkozy am 6. Mai 2007 zum französischen Präsidenten gewählt wird, bejubelt das Volk sein neues Staatsoberhaupt. Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie verfolgen. Die Franzosen sind genervt vom Zappelphilipp im Élysée und seinen privaten Eskapaden. Und auch die wirtschaftliche Bilanz spricht Bände. Ein Jahr „Supersarko“ in Bildern.
DAS POLITISCHE FEATURE


Die etwas andere Versöhnung


Auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin ist ein Fußballplatz angedeutet. Theo Zwanziger und Frank-Walter Steinmeier sitzen irgendwo hinter der Eckfahne im Seitenaus. Denn der DFB-Präsident und der Außenminister sind an diesem Abend nur Randfiguren.

Andreas Rinke

UMFRAGE

Hillary Clinton kann Barack Obama de facto nicht mehr einholen. Sollte sie jetzt aus dem Wahlkampf aussteigen?

Ja

Nein

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Israel

Themen-Special: Wo das Land 60 Jahre nach der Staatsgründung steht.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
EU-Quiz

Wissen Sie, was sich durch den Reformvertrag verändert?
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick