| HANDELSBLATT, Freitag, 9. Mai 2008, 08:57 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Gewerkschaft | ||||||||||||||||||||||||
Mitglieder massiv unzufrieden mit dem DGB | ||||||||||||||||||||||||
Eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat den Gewerkschaften eine massive Unzufriedenheit vieler Mitglieder bescheinigt. Die Gründe dafür sind vielfältig. | ||||||||||||||||||||||||
BERLIN/ESSEN. Die massive Unzufriedenheit betreffe mehr als eine Million Gewerkschafter, berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf die unveröffentlichte Infratest-Umfrage für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Sie würden ihren Funktionären vorwerfen, die Arbeitswirklichkeit nicht zu kennen, sich zu wenig um den Erhalt der Arbeitsplätze zu bemühen und bei Tarifverhandlungen zu schlechte Ergebnisse zu erzielen. In den DGB-Gewerkschaften sind noch rund 4,3 Millionen Menschen organisiert – 1,7 Millionen weniger als 1994. „Jedes 4. Mitglied (24 Prozent) ist als gefährdet einzustufen, knapp die Hälfte davon als stark gefährdet““, heißt es in der Auswertung der Umfrage. Dass sie noch nicht ausgetreten seien, sei vor allem auf die Rechtsberatung der Gewerkschaften und auf persönliche Kontakte zu Betriebsräten zurückzuführen. Allerdings zeigt die Umfrage dem Bericht zu Folge auch, dass die Gewerkschaften unter Nicht-Mitgliedern beträchtliches Potenzial für neue Mitglieder haben: 19 Prozent sehen sich nahe bei den Gewerkschaften. | ||||||||||||||||||||||||
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