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13.05.2008 
Lateinamerika-Gipfel

CDU: Chavez soll die Klappe halten

Die rüden Angriffe des venezolanischen Präsidenten auf Bundeskanzlerin Angela Merkel werden den EU-Lateinamerika-Gipfel nach Einschätzung aus der CDU nicht beeinträchtigen. Die Christdemokraten empfehlen Hugo Chavez: Einfach mal die Klappe halten.

Eckart von Klaeden weist die Chavez-Angriffe auf Merkel zurück. Foto: dpaLupe

Eckart von Klaeden weist die Chavez-Angriffe auf Merkel zurück. Foto: dpa

HB BERLIN. „Die Vorbereitungen haben gezeigt, dass viele lateinamerikanische Länder großen Wert auf die Teilnahme der Bundeskanzlerin an dem Gipfeltreffen legen“, sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Eckart von Klaeden, am Dienstag.

Chavez hatte Merkel unmittelbar vor ihrer Lateinamerika-Reise, zu der sie heute gestartet ist, in die Nähe von Adolf Hitler und des Nationalsozialismus gerückt.

„Herr Chavez sollte das beherzigen, was der spanische König Juan Carlos ihm unlängst gesagt hat“, sagte von Klaeden. Der Monarch hatte Chavez während eines Iberoamerika-Gipfels im November mit den Worten „Warum hälst Du nicht die Klappe?“ zurechtgewiesen, als dieser permanent mit Zwischenrufen die spanische Politik angriff.

Deutschland und Europa müsse es ungeachtet derartiger Angriffe eines Einzelnen um eine neue außenpolitische Strategie für Lateinamerika gehen, sagte von Klaeden, der zusammen mit weiteren Bundestagsabgeordneten und einem Dutzend mittelständischer Unternehmer die Kanzlerin in Lateinamerika begleitet.

Zuvor hatte sich bereits EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso demonstrativ hinter die Bundeskanzlerin gestellt. Merkel sei eine große Demokratin, sagte Barroso am Montag während eines Besuchs in Mexiko.

Mit einem Seitenhieb auf Chavez hatte er hinzugefügt, „aufrührerische, populistische und aggressive“ Bemerkungen dienten kaum den Bemühungen, die Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika auszubauen.

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