In München sollte im Herbst über den Bau einer rund 37-Kilometer langen Flughafenanbindung entschieden werden. Die Finanzierung des etwa 1,6 bis 1,8 Mrd. Euro-Projekts war aber noch unklar. In China wird zudem über eine Verlängerung der bisher einzigen kommerziellen Trasse in Schanghai auf knapp 200 Kilometer verhandelt.
Tiefensee hatte sich gerade erst in China zu Transrapid-Gesprächen aufgehalten. Dabei geht es um die Verlängerung der ersten kommerziellen Flughafenstrecke in Schanghai zunächst zum Gelände der für 2010 geplanten Expo in 35 Kilometer Entfernung. Politische Entscheidungen über den weiteren Ausbau bis zur 160 Kilometer entfernten Stadt Hangzhou sind nicht in Sicht.
Für die erste kommerzielle Strecke in München zwischen City und Flughafen stehen besonders schwierige Verhandlungen über die Finanzierung bevor. Das Projekt soll 1,85 Mrd. Euro kosten, während der Bund bisher nur 550 Mill. im Haushalt berücksichtigt hat und Bayern sowie die Deutsche Bahn AG jeweils nur 185 Mill. beisteuern wollen.
Tiefensee warnte vor Ausstiegs-Spekulationen für das Münchner Projekt wie auch für eine weitere Vermarktung im Ausland. „Diese Frage stellt sich nicht. Erst müssten die Sicherheitsergebnisse vorliegen, „dann werden wir weitere Schlussfolgerungen ziehen“.
Auch nach Ansicht des CDU-Verkehrsexperten Fischer entscheidet das Unglück im Emsland nicht über die Zukunft der Magnetschwebebahn. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das damalige ICE-Unglück von 1998 in Eschede hat auch nicht das Aus der Bahn bedeutet.“ Jetzt komme es vor allem auf eine schnelle Unterrichtung auch des Parlaments an. Jahrelang habe man vor den Bürgern von der sichersten Technik überhaupt gesprochen. „Und nach den jetzigen Ereignissen fühlt man sich als Abgeordneter nicht so ganz wohl."