PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Donnerstag, 27. März 2008, 15:34 Uhr

Verdi und die dbb Tarifunion hatten acht Prozent für ein Jahr, mindestens aber 200 Euro im Monat gefordert. Die Arbeitgeber hatten fünf Prozent für zwei Jahre bei einer Anhebung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden bundesweit geboten. Vor der Schlichtung hatte es fünf Verhandlungsrunden gegeben, die zeitweise von Warnstreiks begleitet waren. Am 7. März hatten die Gewerkschaften die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Die Arbeitgeber riefen die Schlichtung an.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bezeichnete die Ablehnung des Schlichterspruchs durch die Gewerkschaften als bedauerlich und unverständlich. „Die Empfehlung verlangt den öffentlichen Arbeitgebern erhebliche Zugeständnisse ab: Die vorgeschlagene Entgelterhöhung im Gesamtvolumen von acht Prozent für die Jahre 2008 und 2009 geht deutlich über das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite hinaus“, teilte Schäuble in Berlin mit.

Schmalstieg, der von den Gewerkschaften zum Schlichter bestimmt worden war, bedauerte, dass es keine einvernehmliche Empfehlung gab. „Es gibt bei den Arbeitnehmern nach dem Lohnverzicht der Vergangenheit einen hohen Nachholbedarf.“ Es sei zu wünschen, dass die Verhandlungen in Potsdam doch noch zu einem Ergebnis führten.

Späth berichtete, dass unter anderem wegen der geplanter Arbeitszeitverlängerungen die Gewerkschaftsseite nicht zugestimmt habe. „Wir haben jetzt einen Vorschlag vorgelegt, den ich für sehr mutig halte - auch vom finanziellen Umfang her.“ Die Kommission war mit je 12 Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften besetzt.

Kommt es nicht zu einer Einstimmigkeit, gibt das Votum des stimmberechtigten Schlichters den Ausschlag. Dies war diesmal der Arbeitgebervertreter Späth.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Die zentralen Punkte des Schlichterspruchs von Friedrichshafen


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Die doppelte Außenpolitik(11.05. 12:39)
Artikel Politiker streiten über Benzinpreis(11.05. 16:54)
Artikel Beckstein setzt auf Dialog mit Prag (11.05. 16:03)
Artikel Wirtschaftsverbände fordern mehr Netto(11.05. 15:37)
Artikel Glos und Gabriel streiten weiter (11.05. 12:45)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

ORDNUNGSPOLITISCHER EINSPRUCH


Die Steuern müssen sinken


Nach der Steuerreform ist vor der Steuerreform. Diese Einsicht in die Unvermeidlichkeit schreckt jeden Finanzminister. Dennoch muss er damit rechnen, dass in regelmäßigen Abständen nicht nur Bürger nach der nächsten Steuersenkung fragen, sondern auch politische Kräfte dieses Thema mit entsprechenden Vorschlägen präsentieren. An diesem Punkt sind wir nun wieder angelangt.

Von Michael Hüther

BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Libanon versinkt im Chaos
Der Libanon versinkt im Chaos: Bei blutigen Straßenkämpfen hat die radikal-islamische Hisbollah-Miliz große Teile der Hauptstadt Beirut unter ihre Kontrolle gebracht. Es ist die schwerste Krise in dem Land seit fast 20 Jahren – und das hat Folgen für gesamte Region. Der Gewaltausbruch in Bildern.
Bildergalerie  Feiern im Zeichen des Davidssterns
Große Party in Tel Aviv: Israel feiert seinen 60. Geburtstag. Hunderttausende Menschen treffen sich bei Laser- und Lichtshows oder Feuerwerken. Die Palästinenser hissen indes schwarze Trauerfahnen – eine Fotostrecke.
Bildergalerie  Putins Kreml AG
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Macht offiziell an seinen Wunschnachfolger Medwedjew übergeben. Seit 2000 war es das Ziel Putins, alle Macht auf den Kreml zu konzentrieren – und er hat es konsequent verfolgt: Putin steuert den Branchenriesen Gazprom, lehrt die Oligarchen das Fürchten, lässt eine Opposition nicht zu. Der Aufstieg des Ex-Geheimdienstlers in Bildern.
Bildergalerie  Der unbeliebte Präsident bling-bling
Als Nicolas Sarkozy am 6. Mai 2007 zum französischen Präsidenten gewählt wird, bejubelt das Volk sein neues Staatsoberhaupt. Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie verfolgen. Die Franzosen sind genervt vom Zappelphilipp im Élysée und seinen privaten Eskapaden. Und auch die wirtschaftliche Bilanz spricht Bände. Ein Jahr „Supersarko“ in Bildern.
DAS POLITISCHE FEATURE


Die etwas andere Versöhnung


Auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin ist ein Fußballplatz angedeutet. Theo Zwanziger und Frank-Walter Steinmeier sitzen irgendwo hinter der Eckfahne im Seitenaus. Denn der DFB-Präsident und der Außenminister sind an diesem Abend nur Randfiguren.

Andreas Rinke

UMFRAGE

Hillary Clinton kann Barack Obama de facto nicht mehr einholen. Sollte sie jetzt aus dem Wahlkampf aussteigen?

Ja

Nein

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Israel

Themen-Special: Wo das Land 60 Jahre nach der Staatsgründung steht.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
EU-Quiz

Wissen Sie, was sich durch den Reformvertrag verändert?
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick