0 Bewertungen
31.03.2008 

Die Anträge für das Entsendegesetz sind nur ein erster Schritt, um zu Mindestlöhnen für alle Branchenbetriebe zu kommen. Für sie müssen Voraussetzungen wie eine 50prozentige Tarifbindung erfüllt sein. Für Wirtschaftszweige, in denen weniger als 50 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen mit Tarifbindung arbeiten, soll das Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz von 1952 modernisiert und für Mindestlöhne tauglich gemacht werden. In jedem Einzelfall werde nun „sehr sorgfältig“ in der Koalition geprüft, ob die Voraussetzungen erfüllt seien, sagte Wilhelm. Die Union lehnt unter anderem Mindestlöhne für Zeitarbeitsunternehmen bisher strikt ab.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sprach von einer „der fatalsten Fehleinschätzungen der Sozialdemokraten in den letzten Jahren“. Die CDU zeigte sich aber offen, das Wachgewerbe in das Entsendegesetz zu übernehmen, um einen Mindestlohn zu erreichen. „Wir haben hier die Gefahr des Lohndumpings durch ausländische Arbeitnehmer.“ Für die Zeitarbeit werde es dies definitiv nicht geben, bekräftigte Pofalla.

Nach Aussage des Chefs der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, haben sich „nur wenige, volkswirtschaftlich nicht sehr bedeutsame Branchen“ für den Weg des Entsendegesetzes entschieden.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück  vor
  • Obamas Visionen für die W...

    Obamas Visionen für die Welt

    Europa, Amerika, die Welt und Berlin: Barack Obama hat in seiner Rede vor der Siegessäule seine politischen Ideen präsentiert. Die wichtigsten Aussagen des demokratischen Präsidentschaftskandidaten im Überblick. Bildergalerie 

  • Obamania in Berlin

    Obamania in Berlin

    Sein erster Deutschland-Besuch war perfekt geplant: Bevor Barack Obama an der Siegessäule in Berlin sprechen konnte, absolvierte er ein reichaltiges Vorprogramm: Kanzlerin, Außenminister, Bürgermeister. Obamas Tag in der deutschen Hauptstadt. Bildergalerie 

  • Merkel und „Goldelse“: Ob...

    Merkel und „Goldelse“: Obamas Berlin-Agenda

    Die Faszination Obama erreicht Berlin. Zur Rede des US-Präsidentschaftskandidaten vor der Siegessäule werden Tausende Menschen erwartet, die begeistert amerikanische Fähnchen schwenken. Doch der Auftritt an der "Goldelse" ist nicht der einzige Termin des Demokraten in ...Bildergalerie 

  • Zwischen Minen und Stache...

    Zwischen Minen und Stacheldraht: Urlaub in Nordkorea

    Bade- und Wanderurlaub in Nordkorea? Gibt es nicht? Doch. Der südkoreanische Hyundai-Konzern macht es möglich: In einer kapitalistischen Enklave im bitterarmen Norden können Ausländer Golfspielen und in Luxushotels unterkommen. Doch nicht immer läuft beim Ausflug ins "...Bildergalerie 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Kaltes Pathos  Artikel in Merkliste

25.07.2008 von Thomas Hanke

Deutlicher und kühler als erwartet hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama in Berlin eine Botschaft übermittelt: Wir sind Partner, aber es wird anstrengend. Wer erwartet hatte, der Kandidat würde in Emotionen schwelgen und süße Versprechungen auftischen, wurde enttäuscht. Kommentar