HB BERLIN. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-
Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor, berichtet die „Süddeutsche
Zeitung“ (Freitag). Insgesamt 180 000 Menschen, deren
Verdienst zum Leben nicht reicht, arbeiten demnach im öffentlichen
Dienst sowie in angrenzenden Bereichen, von denen einige inzwischen
privatisiert sind. Darunter seien fast 33 000 Lehrer und Erzieher,
die trotz eines regulären Jobs auf Hartz IV angewiesen sind.
Laut dem Bericht waren im Juli 2007 im öffentlichen Dienst, in
Schulen sowie in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Entsorgung
129 907 Beschäftigte auf Hartz IV angewiesen, obwohl sie eine
reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeit hatten. 53 621
Menschen stockten einen Mini- oder Teilzeitjob mit Arbeitslosengeld
II auf. „Die SPD macht sich öffentlich für Mindestlöhne stark, ist
aber in der Regierung dafür verantwortlich, dass Beschäftigte den
Gang zum Sozialamt antreten müssen, weil der Monatsverdienst nicht
reicht“, kritisierte Zimmermann. „Das passt nicht zusammen.“