| HANDELSBLATT, Montag, 3. Dezember 2007, 15:45 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Ergebnis nach ersten drei Quartalen | ||||||||||||||||||||||||
Beitragserhöhung beschert Kassen sattes Plus | ||||||||||||||||||||||||
Mit dem Wirtschaftsaufschwung stehen auch die Krankenkassen finanziell so gut da wie lange nicht. An den hohen Beiträgen dürfte das aber nichts ändern. | ||||||||||||||||||||||||
HB BERLIN. Im ersten Dreivierteljahr erwirtschafteten die Krankenkassen einen Überschuss von 173 Millionen Euro, und auch zum Jahresende werden schwarze Zahlen erwartet wie das Gesundheitsministerium erklärte. Allerdings zeigte es sich besorgt über die rasant steigenden Arzneimittelkosten. Das Ergebnis nach den ersten drei Quartalen war deutlich besser als in der gleichen Zeit 2006: Damals standen rund 300 Millionen Euro Defizit zu Buche. Weil dann das Gesamtjahr 2006 doch noch mit einem Überschuss von 1,6 Milliarden Euro endete, ist das Ministerium auch jetzt zuversichtlich: Alles spreche dafür, dass die gesetzliche Krankenversicherung „das vierte Jahr nacheinander mit einem positiven Finanzergebnis abschließen wird“. Die Barmer Ersatzkasse hatte am Wochenende sogar einen Überschuss von drei Milliarden Euro vorausgesagt. Zum Jahresende verbuchen die Kassen immer besonders hohe Einnahmen, weil im November der Bund einen Zuschuss von 1,25 Milliarden Euro überweist und zusätzliche Beiträge auf das Weihnachtsgeld fällig werden. Seit Jahresbeginn liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,82 Prozent und damit so hoch wie nie zuvor. Obwohl die Konjunktur gut läuft, sagte Barmer-Vorstandschef Johannes Vöcking: „Die Beschäftigung schlägt sich nicht in gewünschtem Maße auf den Beitragssatz nieder, denn es handelt sich vielfach um Tätigkeiten im Niedriglohnsektor.“ Zudem öffne sich die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben weiter. Lesen Sie weiter auf Seite 2: 55 Prozent mehr für Impfungen und Prävention | ||||||||||||||||||||||||
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