PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
 HANDELSBLATT, Dienstag, 1. Januar 2008, 14:15 Uhr
Gesundheitsreform

Fast nur Kranke nutzen Beitrittsrecht zur PKV

Von Peter Thelen

Eine zentrale Bestimmung der Gesundheitsreform droht zum Flop zu werden. Seit 1. Juli haben nur 3.300 Nichtversicherte von ihrem mit der Reform eingeführten Recht Gebrauch gemacht, zu einem preiswerten Standardtarif in die private Krankenversicherung zurückzukehren.


 Mehr zum Thema: Krankenkassen
Artikel

Hausärzte schließen Direktvertrag mit Krankenkasse (08.05. 15:46)

Exklusivmeldung

Pharma-Chef macht sich für Rabattverträge stark (20.04. 18:15)

Artikel

Gesundheitsfonds spaltet Krankenkassen (07.04. 09:10)

Zum Special ...


DÜSSELDORF. Dies teilte der PKV-Verband auf Anfrage des Handelsblatts mit. Das Gesundheitsministerium schätzt die Zahl der Deutschen, die in der Vergangenheit ihren privaten Versicherungsschutz verloren haben, weil sie etwa die am Krankheitsrisiko orientieren Beiträge nicht mehr bezahlten konnten und denen der Weg in die gesetzliche Versicherung versperrt ist, aber auf mehrere 10 000. „Wir müssen leider feststellen, dass bislang fast nur Personen das Beitrittsrecht in den neuen preiswerten Standardtarif nutzen, die bereits erkrankt sind und zum Teil erhebliche Behandlungskosten verursachen,“ klagt PKV-Sprecherin Ulrike Pott.

Offenbar spekulierten die Gesunden darauf, ihre Rückkehroption erst im Krankheitsfall zu nutzen, um Beiträge zu sparen. Leidtragende dieser Entwicklung seien die regulär Versicherten, die die durch eigene Beiträge der ehemals Nichtversicherten nicht gedeckten Therapiekosten über ihre Prämien mitfinanzieren müssten.

Der Verband hat den Versicherungsunternehmen daher empfohlen, ab 1. Januar bei Neueintritten in den Standardtarif die Kosten für bereits bestehende Erkrankungen nicht mehr zu übernehmen. Bislang galt eine Kulanzregelung, nach der solche Behandlungskosten nach einer Wartezeit von mehreren Monaten gezahlt wurden. Dies sei möglich, da der Gesetzgeber auch im Standardtarif den Leistungsausschluss für bestehende Erkrankungen nicht ausdrücklich verboten habe, so Pott.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Gefeiert wie ein Popstar(16.05. 17:37)
Artikel Maut soll Straßen finanzieren (16.05. 17:27)
Artikel Beirat warnt vor Mitarbeiterbeteiligung(16.05. 16:04)
Artikel Große Krankenkassen fahren Defizit ein(16.05. 14:38)
Artikel Wagenknecht kandidiert nicht als Parteivize(16.05. 13:42)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

COMPACT: GESUNDHEITSREFORM
HANDELSBLATT COMPACT:
GESUNDHEITSREFORM
Artikel

„Ungesund ist unsozial“

Artikel

Schmidt räumt Probleme ein

Exklusivmeldung

Eklat um Gesundheitsfonds

Artikel

Private Kassen klagen gegen Gesundheitsreform

Artikel

Kassen erwarten Bürokratielawine

Artikel

Teure Pillen nicht mehr auf Rezept

Artikel

Klüngel in Ulla Schmidts Superbehörde

Artikel

Fondsbeitrag doch unter 15 Prozent?

Artikel

Versicherte müssen mehr bezahlen

Quiz

Quiz: Die bitteren Pillen der Ulla S.

Hintergrund
Artikel

Die neue Wahlfreiheit

Artikel

Was sich für Krankenversicherte ändert

Artikel

Was darf es kosten?

Artikel

Für Gesundheit müssen alle mehr zahlen

Artikel

Basistarif wird für Ehepaare deutlich teurer

Artikel

Kosten für Länder geringer als befürchtet

Krankenkassen
Artikel

Hausärzte schließen Direktvertrag mit Krankenkasse

Exklusivmeldung

Pharma-Chef macht sich für Rabattverträge stark

Artikel

Gesundheitsfonds spaltet Krankenkassen

Artikel

SPD: Gleiche Arzthonorare für alle Patienten

Artikel

Patientenbeauftragte will einheitlichen Gebührenrahmen

Artikel

Kassenpatienten müssen lange warten

Exklusivmeldung

Kassenbeiträge steigen auf breiter Front

Artikel

Kommentar: Verheerende Botschaft

Artikel

Kassen sollen Kliniken direkt finanzieren

Artikel

Neue Sparpläne der AOK alarmieren Pharmaindustrie

Artikel

Ersatzkassen wehren sich gegen Fonds

Artikel

Krankenkassen fehlen Milliarden für Pensionen

Exklusivmeldung

Lauterbach warnt vor „großem Geschrei“ der Kassen

Tabellen und Infografiken

Tabelle: Aktuelle Krankenkassen-Beitragssätze

Exklusivmeldung

Kassen erwarten steigende Beiträge

Artikel

Finanzausgleich zwischen Kassen explodiert

Artikel

AOK Baden-Württemberg droht Milliarden-Bußgeld

Artikel

West-AOK bleibt in den roten Zahlen

Exklusivmeldung

Fast nur Kranke nutzen Beitrittsrecht zur PKV

Artikel

Krankenstand steigt wieder

Artikel

Sparpolitik der Krankenkassen vor dem Aus?

Artikel

Höhere Beitragssätze der Krankenkassen drohen

Artikel

Kassen-Beitäge könnten auf über 15 Prozent steigen

Artikel

Beitragserhöhung beschert Kassen sattes Plus

Grafiken und Interviews
Podcast

DKV-Chef: Ein unbefriedigendes Ergebnis

Podcast

Ex-Barmer-Chef: Reform ist Schritt nach vorn

Podcast

Verband: Privatversicherten werden Schäden zugefügt

Tabellen und Infografiken

Infografik: Großbaustelle Gesundheitswesen

Tabellen und Infografiken

Infografik: Private Krankenkassen machen Gewinn

Tabellen und Infografiken

Infografik: Was das Fondsmodell kostet

Tabellen und Infografiken

Infografik: Entwicklung der Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenkasse von 1993-2005

Tabellen und Infografiken

Infografik: Anteile der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen am Gesamtbudget

Tabellen und Infografiken

Infografik: Entwicklung der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland

Tabellen und Infografiken

Infografik: Öffentliche Ausgaben für Gesundheit und Alterspflege 2005 im weltweiten Vergleich


Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Rohstoffe

Warum Lateinamerika für Deutschland wieder wichtig wird.
Steuerpläne

Wann die deutschen Steuerzahler mit welchen Entlastungen rechnen dürfen.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick