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11.06.2007 
„Suche keinen neuen Job“

Merz lehnt RAG-Posten dankend ab

Der ehemalige Chef der Unions-Bundestagsfraktion, Friedrich Merz (CDU), hat offensichtlich keine Ambitionen auf den Vorsitz der geplanten Kohlestiftung. Da die Stiftung noch im laufenden Monat gegründet werden soll, müssen die Mitglieder des Kohle-Gipfels nun schnell eine neue Lösung finden.

Friedrich Merz ist nicht auf der Suche nach einem neuen Job. Foto: dpaLupe

Friedrich Merz ist nicht auf der Suche nach einem neuen Job. Foto: dpa

HB BERLIN. Auch der ehemalige Unions-Fraktionschef Friedrich Merz wird nicht an die Spitze der geplanten RAG-Kohlestiftung wechseln. In Kreisen der Bundesregierung und der nordrhein-westfälischen Landesregierung hieß es zu einem Pressebericht, der Anwalt und CDU-Politiker sei als Kandidat im Gespräch, Merz habe keine Chancen, Vorsitzender zu werden. Merz selbst betonte, er sei gar nicht auf der Suche nach einer neuen Aufgabe.

Berichte über eine führende Rolle des CDU-Politikers bei der Stiftung seien „absurd und abwegig“, sagten am Montag mit dem Vorgang vertraute Personen in Berlin und Düsseldorf. Merz sei auch der Gewerkschaft IG BCE nicht vermittelbar.

Voraussichtlich am Mittwoch soll der Kohle-Gipfel in Berlin erneut zusammentreten. Dabei solle die Satzung der Stiftung verabschiedet werden, hatte es geheißen. Auch wolle die nordrhein-westfälische Landesregierung, die RAG-Chef Werner Müller als künftigen Stiftungsvorsitzenden blockiert hatte, dann oder spätestens in der Folgewoche einen eigenen Kandidaten für den Stiftungsvorsitz vorstellen. Welche Persönlichkeit dies sein wird, ist noch völlig offen. Der ebenfalls als Kandidat gehandelte ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz hatte erst in der vergangenen Woche abgewunken.

Müller selbst soll nun den künftigen Börsenkonzern leiten. Nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen soll am Mittwoch sein Vertrag um vier Jahre verlängert werden.

Die Stiftung soll bis zum Ende des Monats gegründet werden. In sie sollen die Milliarden aus dem für kommendes Jahr geplanten Börsengang der rentablen Sparten der RAG fließen. Mit dem Geld soll sie die Folgekosten des deutschen Bergbaus decken, der unter dem Dach der RAG gebündelt ist.

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