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11.03.2008 
Hohe Abschreibungen infolge US-Dollar-Abwertung

Bundesbank überweist 4,3 Milliarden Euro nach Berlin

Der teure Euro hat die Bilanz spürbar belastet. Trotzdem kann die Bundesbank Finanzminister Peer Steinbrück einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro überweisen.

HB FRANKFURT. Der Gewinn 2007 fiel damit um 100 Millionen Euro höher aus als im Jahr davor, wie die Bundesbank am Dienstag mitteilte. „Trotz hoher Abschreibungen infolge der US-Dollar-Abwertung liegt der Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres. Dies ist vor allem auf das gestiegene Zinsniveau im Euro-Raum zurückzuführen“, sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt.

Wichtigste Einnahmequelle für die Bundesbank waren 2007 Zinserträge in Höhe von 13,1 (Vorjahr: 8,9) Milliarden Euro. Der Nettozinsertrag belief sich auf 7,5 (5,4) Milliarden Euro. Auf ihre Dollar-Positionen musste die Bundesbank für das vergangene Jahr 2,2 Milliarden Euro abschreiben. 2006 waren keine Abschreibungen auf die Dollar-Bestände angefallen.

Vom Bundesbankgewinn eines jeden Jahres wandern 3,5 Milliarden Euro direkt in den Bundeshaushalt. Darüber hinausgehende Summen werden zum Abbau der Schulden der ehemaligen DDR verwendet. Diese werden aus dem so genannten Erblastentilgungsfonds bedient. Ihren bisher höchsten Gewinn erreichte die Bundesbank 1997 mit 12,4 Milliarden Euro.

Die Personalkosten, der größte Ausgabenposten der Bundesbank, sanken 2007 um 77 Millionen auf 825 Millionen Euro. Die Bundesbank hat sich seit der Euro-Bargeldeinführung eine Schrumpfkur verordnet, bei der zahlreiche Filialen geschlossen und massiv Personal abgebaut wurde. Das für die Bundesbankbilanz zuständige Vorstandsmitglied Hans Georg Fabritius sagte, 2007 hätten die Einsparungen insgesamt bei 300 Millionen Euro gelegen.

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