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13.03.2008 
Stuerschätzer positiv überrascht

Steuerquellen sprudeln munter weiter

von Axel Schrinner

Die Steuereinnahmen sind im Februar um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie das Handelsblatt aus dem Bundesfinanzministerium erfuhr. Obwohl dies das schlechteste Monatsergebnis seit Dezember 2005 ist, äußerten sich Steuerschätzer dennoch leicht positiv überrascht.

DÜSSELDORF. Bislang bestehe für die Steuerschätzung im Mai noch nicht die Gefahr einer großen Revision, hieß es in den Kreisen. Die nächste Steuerschätzung wird am 8. Mai bekanntgegeben.

Im November hatte der Arbeitskreis Steuerschätzung für 2008 einen Zuwachs der Steuereinnahmen ohne die gesondert erfassten Kommunalsteuern von 3,8 Prozent geschätzt; nach zwei Monaten beträgt das Plus nun 6,9 Prozent. Mit Spannung werden allerdings die Daten für März erwartet, wenn die Vorauszahlungen für die Gewinnsteuern verbucht werden. Erst dann seien erste Schlüsse möglich, ob und wie sich die Finanzmarktkrise und die Unternehmensteuerreform auf die Steuereinnahmen auswirken werden, sagte ein Schätzer. Im Februar blieb das Körperschaftsteueraufkommen aufgrund von Steuererstattungen um 180 Mill. Euro hinter dem Vorjahresergebnis zurück; die von Unternehmern gezahlte veranlagte Einkommensteuer brachte gut 100 Mill. Euro mehr als im Vorjahresmonat ein.

Positiv überraschte im Februar vor allem die Lohnsteuer. Dank des boomenden Arbeitsmarktes stieg das Aufkommen um 7,8 Prozent. Auch die zweite große Steuer, die Umsatzsteuer, zeigte mit 6,7 Prozent Zuwachs ein freundliches Bild. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Steuersatzerhöhung zum Jahresbeginn 2007 noch nachwirkt, da die Einnahmen in diesem Februar zum Teil noch aus Dezemberumsätzen resultieren.

Die großen Bundessteuern, die Energie- und die Tabaksteuer, entwickelten sich mit minus 13,2 Prozent bzw. minus 15,8 Prozent abermals schwach. Nach den teils sensationellen Zuwächsen in den vergangenen Jahren bei der den Ländern zustehenden Grunderwerbsteuer scheint hier nun wieder der Alltag einzukehren. Das Aufkommen sank im Februar um 12,1 Prozent.

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