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14.05.2008 
„Der letzte Bundestagswahlkampf sollte uns eine Lehre sein“

Lambsdorff rät FDP langfristig zu „Flat Tax“

Der frühere FDP-Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff hat sich in die Steuerdebatte seiner Partei eingeschaltet und ihr geraten, langfristig auf die Flat Tax, einen einstufigen Einkommensteuertarif, zu setzen. „Ich favorisiere am Ende die Flat Tax. Den Weg dahin muss die FDP aber schrittweise gehen“, sagte der Ehrenvorsitzende seiner Partei dem Handelsblatt.

BERLIN. Auf dem Bundesparteitag der FDP Ende Mai in München stehen drei Steuermodelle zur Wahl. Während Finanzexperte Hermann Otto Solms und Parteivize Andreas Pinkwart Konzepte mit jeweils dreistufigen Tarifen planen, geht der Landesverband Rheinland Pfalz mit Parteivize Rainer Brüderle mit der Flat Tax ins Rennen.

Lambsdorff unterstützt diesen Weg grundsätzlich, rät aber zur Vorsicht: „Der letzte Bundestagswahlkampf sollte uns eine Lehre sein, als Professor Paul Kirchhof den einheitlichen niedrigen Steuertarif den Menschen nicht vermitteln konnte. Das ist sehr leicht Gegenstand demagogischer Angriffe des politischen Gegners“, sagte Lambsdorff . Welche Stufentarife letztendlich bei den beiden Modellen von Hermann Otto Solms und Andreas Pinkwart herauskämen, sei letztendlich egal. „Beide Stufentarife sind innerhalb einer Woche mit der Flat Tax zu vereinbaren. Nur mutig muss die Reform sein, die Bürger haben eine steuerliche Entlastung verdient“, sagte Lambsdorff.

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