| HANDELSBLATT, Mittwoch, 17. Oktober 2007, 08:41 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Große Parteien legen in Umfrage zu | ||||||||||||||||||||||||
Schröders Comeback unerwünscht | ||||||||||||||||||||||||
Gerhard Schröder (SPD) als Schlichter im parteiinternen Streit zwischen Kurz Beck und Franz Müntefering, diese Idee trifft bei den Wählern auf wenig Gegenliebe. Einer Umfrage zufolge lehnen die meisten Bundesbürger ein politisches Comeback des Ex-Bundeskanzlers ab. | ||||||||||||||||||||||||
HB HAMBURG. 71 Prozent der Bundesbürger sprachen sich gegen ein Comeback Schröders aus. Nur 23 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Schröder angesichts des Machtkampfs zwischen Parteichef Beck und Vizekanzler Müntefering in seiner Partei wieder eine größere Rolle spielen sollte, bei den Anhängern der SPD sind es 31 Prozent. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Magazins „stern“ und des Fernsehsenders RTL, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die großen Parteien legten in der Wählergunst im Vergleich zur Vorwoche um jeweils einen Prozentpunkt zu – die CDU kommt demnach auf ihr Jahreshoch von 40 Prozent, die SPD auf 25 Prozent. Die Grünen gewannen ebenfalls einen Punkt hinzu, für sie würden zehn Prozent der vom Forsa-Institut Befragten stimmen. Die Linke fiel auf elf Prozent (minus zwei Punkte), der Zuspruch für die FDP hielt sich konstant bei neun Prozent. Insgesamt erklärten sich gut 60 Prozent mit der Arbeit der Parteien weniger oder gar nicht zufrieden. Für 82 Prozent der Befragten, die nicht Mitglied einer Partei sind, kommt ein Eintritt auch nicht in Frage. Knapp die Hälfte (47 Prozent) von ihnen gab als Begründung an, der Parteiklüngel schrecke sie ab. Danach wurde fehlende Zeit genannt (43 Prozent) oder das Gefühl, ohnehin nichts bewirken zu können (42 Prozent). Nach ihrer Parteipräferenz fragte Forsa in der vergangenen Woche 2 502 Bundesbürger, nach Schröder und der Beliebtheit der Parteien 1 003 Deutsche. | ||||||||||||||||||||||||
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