PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Mittwoch, 31. Oktober 2007, 11:59 Uhr
Für längeres ALG I

CSU will Übergangsgelder streichen

Die CSU mischt sich in die Diskussion über die Finanzierung eines verlängerten Arbeitslosengeldes I ein. Die neue CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer hat jetzt einen Vorschlag vorgelegt. Dieser könnte ihrer Ansicht nach 600 Millionen Euro freischauffeln.


 Mehr zum Thema: Debatte über die Agenda 2010
Artikel

Forscher beklagen „Gerechtigkeitslüge“ (14.03. 11:03)

Artikel

Die Reform frisst ihre Kinder (14.03. 10:46)

Artikel

Steinmeier: „Vollbeschäftigung ist möglich“  (13.03. 15:53)

Zum Special ...



Die CSU will den Übergangszuschlag streichen, um ein längeres ALG I zu finanzieren. Foto: dpa
Die CSU will den Übergangszuschlag streichen, um ein längeres ALG I zu finanzieren. Foto: dpa

HB BERLIN. Die CSU schlägt zur Finanzierung einer längeren Auszahlung des Arbeitslosengeldes I Kürzungen bei dem Übergangzuschlag zum Arbeitslosengeld II vor. „Das sind 600 Millionen Euro“, sagte die neue Generalsekretärin Christine Haderthauer der „Berliner Zeitung“.

Es sei denkbar, diese Summe in eine längere Auszahlung des Arbeitslosengeldes I zu stecken. „Sinnvoll wäre es auch, die längere ALG-I-Auszahlung an Weiterbildungsmaßnahmen zu knüpfen.“ Grundsätzlich dürfe der Konsolidierungskurs nicht verlassen werden.

Vorstellungen der SPD, mit Überschüssen der Bundesagentur für Arbeit das längere ALG I zu finanzieren, lehnte Haderthauer ab. Mit den Überschüssen müssten die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden. Hier könnten die anvisierten 3,5 Prozent nicht das letzte Wort sein.

Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen, sagte im Deutschlandfunk, Priorität habe die Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits eine kostenneutrale Lösung angemahnt.

Kommenden Sonntag soll eine Koalitionsrunde unter Vorsitz von Merkel beraten, wie die Auszahlung des ALG I verlängert werden könnte. Bislang wird ALG I zwölf Monate an bis zu 55 Jahre alte Arbeitslose ausgezahlt, über 55-Jährige erhalten es 18 Monate lang. Die SPD will die Auszahlung auf bis zu 24 Monate verlängern.

SPD-Chef Kurt Beck hatte die finanzielle Belastung mit rund 800 Millionen Euro angegeben. Dagegen rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) damit, dass die Verlängerung des Arbeitslosengeldes mehr als dreimal soviel kosten könnte. „Wenn das so käme, (...) würde das zwischen einer und 2,9 Milliarden Euro im Jahr kosten“, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Dienstag. Dies sei abhängig davon, ob die Verlängerung auch für laufende Fälle oder nur für neue Arbeitslose gelte und ob man dies auf das Alter oder die Dauer der Beitragszahlung beziehe.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Beirat warnt vor Mitarbeiterbeteiligung(16.05. 16:04)
Artikel Gefeiert wie ein Popstar(16.05. 17:37)
Artikel Maut soll Straßen finanzieren (16.05. 17:27)
Artikel Große Krankenkassen fahren Defizit ein(16.05. 14:38)
Artikel Wagenknecht kandidiert nicht als Parteivize(16.05. 13:42)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

COMPACT: SPD
HANDELSBLATT COMPACT:
SPD
Artikel

Clement hackt auf Beck herum

Artikel

Einmal Eintracht im Café Einstein

Artikel

Beck verliert weiter an Wählergunst

Artikel

SPD fordert sinkende Sozialabgaben

Artikel

Becks Bart ist das kleinste Problem

Artikel

Beck sackt auf neues Tief

Artikel

Clement ätzt gegen Berufspolitikertum

Quiz

„Becksperten“ gesucht

Debatte über die Agenda 2010
Artikel

Forscher beklagen „Gerechtigkeitslüge“

Artikel

Die Reform frisst ihre Kinder

Artikel

Steinmeier: „Vollbeschäftigung ist möglich“

Artikel

Agenda 2010: Viel diskutiertes Reformpaket

Bildergalerie

„Agenda 2010“ – von Hartz IV bis Praxisgebühr

Artikel

Eine peinliche Bescherung

Artikel

Althaus skizziert Kompromiss für ALG-I

Artikel

Union droht mit Scheitern der ALG I-Verlängerung

Artikel

CSU will Übergangsgelder streichen

Artikel

Merkel schleicht um den heißen Brei herum

Artikel

Zeitarbeitsbranche empört über SPD-Pläne

Artikel

SPD-Vorstand billigt Beck-Pläne

Artikel

Kommentar: Inszenierung der Beck-Festspiele

Exklusivmeldung

Weber warnt vor Rückwärtsgang

Artikel

SPD sortiert geräuschvoll Ideen für „soziales Deutschland“

Artikel

Union wankt beim Thema Arbeitslosengeld

Artikel

Dissonanzen im Gesangverein

Artikel

Vom alten Moses und dem Piano-Mann

Artikel

Wirtschaftsverbände attackieren Beck

Artikel

Schröders Comeback unerwünscht

Artikel

Wer was im Streit um das ALG-I will

Artikel

Schröder: Agenda 2010 „nicht die zehn Gebote“


Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Rohstoffe

Warum Lateinamerika für Deutschland wieder wichtig wird.
Steuerpläne

Wann die deutschen Steuerzahler mit welchen Entlastungen rechnen dürfen.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick