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HANDELSBLATT, Dienstag, 6. Mai 2008, 10:30 Uhr
Lebensmittelkrise

Uno ruft zum Ernährungsgipfel nach Rom

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Staats- und Regierungschefs aller Länder gebeten, zu einem für Anfang Juni geplanten Gipfeltreffen nach Rom zu kommen. Ban warnte, die Existenzgrundlage von Millionen Menschen sei bedroht.


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Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon warnt vor einer "Kaskade" von weltweiten Krisen. Foto: dpa
Bild vergrößernUno-Generalsekretär Ban Ki Moon warnt vor einer "Kaskade" von weltweiten Krisen. Foto: dpa

HB NEW YORK. Ban sagte nach Angaben der Vereinten Nationen am Montag in New York, bei der Konferenz sollten Strategien zur Lösung der Lebensmittelkrise beraten werden.

Er forderte die Teilnehmer auf, mit neuen Ideen zu kommen. Es sei an der Zeit, sich wirklich zu engagieren und zu handeln, betonte der Uno- Generalsekretär.

Er werde die von der Uno eingerichtete spezielle Arbeitsgruppe auf Hochtouren bringen, da eine dringende Antwort auf diese weltweite Krise nötig sei. „Die Existenzgrundlage von Millionen Menschen ist bedroht“, warnte Ban.

Die sogenannte International Task Force – bestehend aus den Chefs der wichtigsten Uno-Agenturen, der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und internationalen Experten – werde erstmals am kommenden Montag in New York zusammenkommen.

Zwar seien in den vergangenen Tagen vielversprechende Schritte unternommen worden, jedoch seien längerfristige Maßnahme zur Steigerung der Agrarproduktion vor allem in Afrika und anderen betroffenen Gebieten vordringlich, sagte der Uno-Generalsekretär.

Ban hatte bereits vor kurzem gewarnt, dass die Lebensmittelverknappung zu einer „Kaskade“ von weltweiten Krisen führen könne, die den Welthandel, die Entwicklung und auch die soziale und politische Sicherheit beeinflussen könnten.

Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis oder Weizen sind in den vergangenen Monaten zum Teil auf das Doppelte gestiegen. In einigen Ländern in Asien, Nordafrika oder der Karibik ist es deswegen zu Protesten gekommen, in Haiti stürzte sogar die Regierung.

Auch EZB-Ratsmitglied Miguel Angel Fernandez Ordonez bezeichnete den Preisanstieg bei Lebensmitteln in Schwellenländern als „sehr besorgniserregend“. Inflation sei die wichtigste Herausforderung für die aufstrebenden Staaten, sagte er am Dienstag in Madrid. Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel, der durch den Rohstoffboom ausgelöst wurde, sei in diesem Zusammenhang eine große Sorge.


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