PolitikInternational
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Donnerstag, 8. Mai 2008, 08:33 Uhr
Tibet-Konflikt

Olympisches Feuer erreicht Spitze des Mount Everest

Eine Gruppe von Bergsteigern hat am Donnerstag die olympische Flamme erstmals auf den Mount Everest getragen. Eine junge Tibeterin hielt als erste des Teams die Fackel auf dem höchsten Berg der Erde.


 Mehr zum Thema: Olympia und der Tibet-Konflikt
Artikel

Propaganda-Fackel in dünner Luft (08.05. 19:56)

Bildergalerie

Olympische Fackel auf dem Dach der Welt (08.05. 12:44)

Artikel

Buddhistischer Mönch zu lebenslanger Haft verurteilt (29.04. 14:05)

Zum Special ...



Auf den letzten Meter wurde das olympische Feuer von einer Fackel zur anderen gereicht. Foto: dpa
Bild vergrößernAuf den letzten Meter wurde das olympische Feuer von einer Fackel zur anderen gereicht. Foto: dpa

HB PEKING. Das chinesische Fernsehen zeigte Livebilder von den letzten 30 Metern des Fackellaufs auf den höchsten Berg der Erde. Bis dahin war das Feuer wegen der widrigen Wetterbedingungen in einer speziellen Laterne auf den Berg getragen worden.

Auf den letzten Metern reichten die Kletterer das Feuer von einer Fackel zur anderen, bis sie die Spitze des 8848 Meter hohen Berges erreicht hatten. Der Leiter der Gruppe, der Tibeter Nima Ciren, rief dabei das Motto der Spiele: „Eine Welt, ein Traum.“ Es war zu hören, wie einige Kletterer in der sauerstoffarmen Umgebung nach Luft rangen.


Bildergalerie Bildergalerie: Olympisches Feuer auf dem Dach der Welt


Die Bergsteigergruppe formierte sich auf dem Gipfel zu einem Gruppenbild. Sie hielten zwei weiße Fahnen mit dem Logo der Sommerspiele in Peking und den Olympischen Ringen sowie die chinesische Nationalflagge hoch.

Als erste Bergsteigerin in dem zwölfköpfigen Team hielt Cering Wangmo die Flamme auf der Spitze des höchsten Berges der Erde. „Wir sind auf dem Dach der Welt“, riefen ihre Kollegen, die sich um sie gruppierten. „Wir haben es geschafft.“

Sechs Stunden vorher waren die zwölf Bergsteiger unterstützt von sieben weiteren Kletterern zum Gipfel aufgebrochen.

Das Team wurde angeführt von dem Tibeter Ciren, dem Leiter der Bergsteigerschule in Lhasa, wie chinesische Medien berichteten. In der Gruppe seien sieben weitere Tibeter.

Die eigens entwickelten Fackeln, mit denen das Feuer auch bei starken Winden und wenig Sauerstoff in der Luft brennt, benutzten festen Brennstoff, wie er auch in Raketen zum Einsatz kommt. Der Zeitpunkt des Aufstiegs war bis zuletzt geheim gehalten worden, offensichtlich um Störungen auszuschließen.


Bildergalerie Bildergalerie: Olympischer Fackellauf


Exiltibeter hatten das Vorhaben scharf kritisiert. Aus ihrer Sicht will Chinas Regierung mit dem Fackellauf auf den Mount Everest und durch Tibet ihren Herrschaftsanspruch über das größte Hochland der Erde demonstrieren.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Gipfel: Merkel will Streitthemen anpacken(16.05. 13:58)
Artikel Bin Laden will Westen über Israel „aufklären“(16.05. 13:39)
Artikel Termin für Stichwahl in Simbabwe steht(16.05. 13:53)
Artikel Spenden erreichen Birma trotz Militärjunta(16.05. 12:00)
Artikel Demokraten erzürnt über Bush-Äußerungen in Jerusalem (16.05. 09:05)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

US-WAHL 2008
ArtikelUS-Republikaner fürchten „Blutbad“
ArtikelObama nennt Reporterin „Schätzchen“
ArtikelAuch Edwards unterstützt Obama
Exklusivmeldung„Ich würde Obama raten, eine CO2-Steuer einzuführen“
ArtikelSieg mit psychologischer Bedeutung
ArtikelUS-Demokraten: Hillary, hör bitte nicht auf
WEIMERS WOCHE


Beck up


Es gibt Missionen, die sind ehrenvoll, aber doch so heikel, dass man sie keinem wirklich wünscht: Frauenbeauftragter bei Beate Uhse, Zahnarzt beim Weißen Hai oder auch Vorsitzender der SPD.

Von Wolfram Weimer

ORDNUNGSPOLITISCHER EINSPRUCH


Disziplin zahlt sich aus


Drei Jahreszahlen markieren den Weg zur europäischen Währungsintegration: 1993, 1998 und 2008. Sie machen zugleich deutlich, durch welch unterschiedliche monetäre Welten wir uns innerhalb von anderthalb Jahrzehnten bewegt haben. Nach starken Währungsturbulenzen und großen Risiken wird 2008 ein besonders herausragendes Jahr in der Positionierung der europäischen Geldpolitik.

Von Michael Hüther

DAS POLITISCHE FEATURE


Lächeln und wohlfühlen? Das war einmal


Nicht jeder Politiker zeigt sich in diesen Tagen gern mit dem Dalai Lama. So wird der zweite Besuch des geistigen Oberhauptes der Tibeter in Deutschland überschattet vom Streit der Polit-Prominez über den richtigen Umgang mit dem Gast. Immerhin: Die CDU-Granden Roland Koch, Jürgen Rüttgers und Norbert Lammert kennen keine Berührungsängste.

Von Petra Blum und Andreas Rinke

BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Freunde und Feinde des Dalai Lama
Der Dalai Lama ist auf fünftägiger Deutschland-Reise, und die Nervosität in der Bundesregierung ist groß. Diplomatischer Druck aus Peking ist Berlin gewiss. So zeigt sich die Regierungsspitze gegenüber dem religiösen Oberhaupt der Tibeter ungewohnt zurückhaltend. Doch der Dalai Lama hat andere Unterstützer. Seine Freunde und Feinde in Bildern.
Bildergalerie  Armut, Gewalt, Wirtschaftsboom
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf großer Lateinamerika-Reise. Dabei erwartet sie ein Kontinent voller Widersprüche. Kräftiges Wirtschaftswachstum und ein neues Selbstbewusstsein stehen auf der einen Seite, immer noch weit verbreitete Armut, Umweltzerstörung sowie tiefe ideologische Gräben auf der anderen. Warum Länder wie Brasilien und Mexiko gerade jetzt wieder in den Fokus der deutschen Politik und Wirtschaft rücken.
Bildergalerie  Steuerentlastungen: Was wann kommt
Sicher ist: Bis zur Bundestagswahl im September 2009 werden die Parteien darüber streiten, wer die Bürger am meisten von Steuern und Abgaben entlasten will. Was wann an Entlastungen mit welcher Wahrscheinlichkeit kommt, zeigt diese Übersicht.
Bildergalerie  Putins Kreml AG
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Macht offiziell an seinen Wunschnachfolger Medwedjew übergeben. Seit 2000 war es das Ziel Putins, alle Macht auf den Kreml zu konzentrieren – und er hat es konsequent verfolgt: Putin steuert den Branchenriesen Gazprom, lehrt die Oligarchen das Fürchten, lässt eine Opposition nicht zu. Der Aufstieg des Ex-Geheimdienstlers in Bildern.
UMFRAGE

Um Konflikte mit China zu umschiffen, vermeiden deutsche Spitzenpolitiker und auch der Bundespräsident ein Treffen mit den Dalai Lama. Halten Sie das für richtig?

Ja

Nein

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Rohstoffe

Warum Lateinamerika für Deutschland wieder wichtig wird.
Steuerpläne

Wann die deutschen Steuerzahler mit welchen Entlastungen rechnen dürfen.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick