PolitikInternational
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Freitag, 9. Mai 2008, 20:26 Uhr
Trotz beschlagnahmter Hilfslieferungen

Uno startet neue Hilfsflüge nach Birma

Das Militärregime in Birma hat nach Angaben der Vereinten Nationen alle bislang ins Land geflogenen Hilfsgüter beschlagnahmt. Dennoch will das Welternährungsprogramm (WFP) der Uno seine Hilfsflüge wieder aufnehmen. Zwei Frachtflugzeuge mit Hilfsgütern sollten am Samstag in das von dem Zyklon „Nargis“ verwüstete Birma fliegen.


 Mehr zum Thema: Myanmar/Birma
Artikel

EU macht Druck auf Birma  (13.05. 14:57)

Artikel

EU kommt zu Birma-Krisensitzung zusammen (13.05. 08:22)

Artikel

Militärjunta öffnet Hafen für Hilfsgüter (12.05. 14:36)

Zum Special ...



Birmanische Soldaten entladen eine Hilfslieferung aus Thailand. Foto: dpa
Bild vergrößernBirmanische Soldaten entladen eine Hilfslieferung aus Thailand. Foto: dpa

HB RANGUN/BERLIN. WFP-Sprecherin Nancy Roman sagte am Freitag in Genf, es werde weiter über die Freigabe von Hilfsgütern verhandelt, die am Freitag von der Militärjunta beschlagnahmt worden seien.

WFP-Sprecher Paul Risley erklärte in Bangkok: „Alle Lebensmittelhilfe und Ausrüstung, die wir bislang hineinbringen konnten, wurden beschlagnahmt“. Das WFP habe deshalb keine andere Wahl, als weitere Hilfslieferungen auszusetzen. Es sei unklar, warum die Ladung zweier Frachtflugzeuge - darunter 38 Tonnen energiereiche Kekse - beschlagnahmt worden sei. Ein Regierungssprecher in Rangun erklärte dagegen, die Hilfsgüter seien nicht beschlagnahmt worden, sondern würden unverzüglich in die betroffenen Gebiete gebracht.

Unterdessen hat die Junta nach Angaben des Pentagons einer US-Frachtmaschine mit Hilfsgütern an Bord die Landung erlaubt. Pentagon-Sprecher Stuart Upton erklärte am Freitag in Washington, man hoffe, dass dies der Beginn einer breiteren Unterstützung der Vereinigten Staaten für Birma sein könne.

Frankreich will ein Marineschiff mit 1 500 Tonnen Hilfsgütern nach Birma schicken, sobald die Regierung des vom Wirbelsturm verwüsteten Landes dafür grünes Licht gibt. Das Schiff „Le Mistral“ könne am Mittwoch aufbrechen, teilte Außenminister Bernard Kouchner mit. Ein Frachtflugzeug mit Hilfsgütern werde ebenfalls bereit gemacht.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen erhielt unterdessen von der Regierung in Birma die Erlaubnis, ein Team zur Koordinierung der Hilfseinsätze in der besonders schwer betroffenen Region Irrawaddy zu entsenden. Ein Flugzeug mit Ärzten und Medikamenten werde am Samstag nach Rangun aufbrechen, teilte die Organisation in Paris mit.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mehr als eine Million Obdachlose warten auf Hilfe


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel EU macht Druck auf Birma (13.05. 14:57)
Artikel Berlusconis kurvenreiches Kabinett(13.05. 14:58)
Artikel Hisbollah baut ihre Macht im Libanon aus (13.05. 14:01)
Artikel Haitis designierter Ministerpräsident fällt durch(13.05. 11:24)
Artikel Milosevic-Sozialisten entscheiden mit(13.05. 10:27)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

US-WAHL 2008
ArtikelMcCain liegt in Umfrage hinten
ArtikelUmfrage lässt Demokraten hoffen
ArtikelSuperdelegierte: Obama holt Clinton fast ein
ArtikelHamas-Diskussion: Obama-Berater zieht sich zurück
ArtikelFernsehprediger bringt McCain in Bedrängnis
ArtikelNeue Unterstützung für Obama
WEIMERS WOCHE


Der Rechtsruck


Erst gewannen die Konservativen in Frankreich, dann in Italien, jetzt in England. Und wenn die Umfragen nicht trügen, dann dürfte zu aller Überraschung sogar der Republikaner Mc Cain in den USA neuer Präsident werden und nicht die medialen Stars der Linken, Clinton und Obama. Es gibt in der westlichen Welt zwar einen gefühlten Linksschwenk, in Wirklichkeit aber Wahl für Wahl einen politischen Rechtsruck.

Von Wolfram Weimer

ORDNUNGSPOLITISCHER EINSPRUCH


Kampf gegen die Abstiegsangst


Man kann es gar nicht oft genug betonen: Der Aufschwung am Arbeitsmarkt ist bemerkenswert. War der letzte Boom in den Jahren 1999 und 2000 vom Anstieg geringfügiger Beschäftigung dominiert, so ist der laufende durch einen Zuwachs von Vollzeitbeschäftigung charakterisiert. Deutschlands Gerechtigkeitsfieber könnte den Aufschwung allerdings wieder beenden.

Von Michael Hüther

DAS POLITISCHE FEATURE


Einmal Eintracht im Café Einstein


Seit Tagen hatte das politische Berlin auf die Veröffentlichung gewartet: ein Harmonie-Foto von SPD-Chef Kurt Beck und seinem Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier im Garten eines Cafés. Die Botschaft ist klar: Kein Blatt Papier passt zwischen die beiden Genossen. Ob Becks Inszenierung wirklich eine kluge Idee war, bezweifeln manche Strippenzieher.

Von Karl Doemens

BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Berlusconis kurvenreiches Kabinett
Nicht nur das einstige Showgirl und Nacktmodell Mara Carfagna gibt dem neuen Kabinett von Silvio Berlusconi Glamour. Insgesamt hat der neue Regierungschef Italien vier Frauen berufen. Sie alle liefern Stoff für Berichterstattung fern ab der Politik.
Bildergalerie  Putins Kreml AG
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Macht offiziell an seinen Wunschnachfolger Medwedjew übergeben. Seit 2000 war es das Ziel Putins, alle Macht auf den Kreml zu konzentrieren – und er hat es konsequent verfolgt: Putin steuert den Branchenriesen Gazprom, lehrt die Oligarchen das Fürchten, lässt eine Opposition nicht zu. Der Aufstieg des Ex-Geheimdienstlers in Bildern.
Bildergalerie  Der unbeliebte Präsident bling-bling
Als Nicolas Sarkozy am 6. Mai 2007 zum französischen Präsidenten gewählt wird, bejubelt das Volk sein neues Staatsoberhaupt. Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie verfolgen. Die Franzosen sind genervt vom Zappelphilipp im Élysée und seinen privaten Eskapaden. Und auch die wirtschaftliche Bilanz spricht Bände. Ein Jahr „Supersarko“ in Bildern.
Bildergalerie  Der Olympischer Spießrutenlauf der Fackel in Bildern
Der Fackellauf des Olympischen Feuers für Peking wird immer wieder gestört. Nach London musste der Lauf auch in Paris wegen pro-tibetischer Proteste unterbrochen werden. Die Flamme erlosch gar. Auch in San Francisco kommt es zu spektakulären Protesten. Eine Fotostrecke.
UMFRAGE

Die Militärregierung in Birma lässt Hilfslieferungen nach wie vor nur zögerlich in das vom Wirbelsturm stark zerstörte Land. Sollte die Junta gezwungen werden, Hilfe zuzulassen?

Ja, mit einer Resolution des Uno-Sicherheitsrats

Ja, wenn es sein muss auch mit einer militärischen Intervention

Nein, die Souveränität des Staates muss gewahrt bleiben

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
EU-Quiz

Wissen Sie, was sich durch den Reformvertrag verändert?
Auto-News

Große Bilder, kurze Texte: Das Wichtigste im Schnelldurchgang.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick