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10.05.2008 
Simbabwe

Tsvangirai will zur Stichwahl antreten

Der oppositionführer in Simbabwe, Morgan Tsvangirai, hat sich offiziell bereit erklärt, in einer Stichwahl gegen den amtierenden Präsidenten Robert Mugabe anzutreten. Trotz eines „Klimas der Angst“, das die Regierung schüre, werde er für den Wahlkampf in das Land zurückkehren.

HB PRETORIA. Tsvangirai wolle in Kürze nach Simbabwe zurückkehren und dort seine „Siegestour“ starten, kündigte der Vorsitzende der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) am Samstag auf einer Pressekonferenz in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria an. „Ich bin bereit, das Volk ist bereit“, sagte er.

Mugabes Kritiker beschuldigen die Regierung, ein Klima der Angst zu schüren, um die Chancen des Amtsinhabers in der Stichwahl zu erhöhen. Tsvangirai erklärte dazu, seine Anhänger würden sich verraten fühlen, wenn er nicht im zweiten Wahlgang gegen Mugabe antrete. Er habe mit vielen Simbabwern gesprochen, und diese seien überzeugt, „dass wir mutig genug, stark genug, wütend genug sind, noch einmal eine Wahl zu bestreiten“. „Eine Stichwahl könnte den Diktator ein für allemal ausschalten“, fügte der Oppositionsführer hinzu.

In der ersten Runde der Präsidentenwahl am 29. März hat Tsvangirai die meisten Stimmen gewonnen. Dem vergangene Woche veröffentlichten Ergebnis zufolge verfehlte er aber die absolute Mehrheit. Einen Termin für die Stichwahl gibt es noch nicht. Tsvangirai sagte am Sonntag, der zweite Durchgang müsse innerhalb von 21 Tagen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses stattfinden. In simbabwischen Regierungskreisen war dagegen von einem Zeitraum bis zu einem Jahr die Rede.

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