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14.05.2008 
Nach Raketenangriff

Israel droht mit beispielloser Gewalt

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat mit beispielloser Militärgewalt im Gazastreifen gedroht, sollten die von radikalen Palästinensergruppen verübten Raketenangriffe auf sein Land nicht eingestellt werden. Zuvor waren beim Einschlag einer Rakete in ein Einkaufszentrum der Küstenstadt Aschkelon 16 Menschen ums Leben gekommen. Derweil nannte Bush Israel ein Modell für Demokratie in Nahost.

Bei seinem Treffen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert (rechts) betone US-Präsident George W. Bush, Israel sei ein Modell für Demokratie im gesamten Nahen Osten. Foto: apLupe

Bei seinem Treffen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert (rechts) betone US-Präsident George W. Bush, Israel sei ein Modell für Demokratie im gesamten Nahen Osten. Foto: ap

HB JERUSALEM. Israel werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um dies zu stoppen, sagte Olmert auf einem Festakt anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels am Mittwoch in Jerusalem. „Wir hoffen, dass wir nicht mit einer militärischen Stärke gegen die Hamas vorgehen müssen, wie sie Israel noch nicht ernsthaft eingesetzt hat“, erklärte Olmert mit US-Präsident George W. Bush an seiner Seite, der an einer Feierstunde zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates teilnahm.

Olmert reagierte damit auf die Explosion einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete in einem Einkaufszentrum in der Küstenstadt Aschkelon, bei der 16 Menschen – darunter eine Mutter und deren dreijährige Tochter – verletzt worden waren. Zu dem Angriff bekannte sich das Generalkommando der Volksfront für die Befreiung Palästinas, das sich regelmäßig an den fast täglichen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen heraus beteiligt. Zuvor waren bei einem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen vier militante Palästinenser getötet und neun weitere verletzt worden.


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US-Präsident George W. Bush hat bei den Feiern zum 60. Gründungstag Israel derweil als Modell für eine demokratische Entwicklung der Region gelobt. Die USA seien „Israels bester Freund weltweit“, betonte Bush am Mittwoch in Jerusalem. Er versprach der Regierung von Ministerpräsident Ehud Olmert Beistand in den regionalen Konflikten, besonders in der Auseinandersetzung mit dem Iran, der im Verdacht steht, an Atomwaffen zu arbeiten. Zugleich sagte er den moderaten palästinensischen Kräften seine Unterstützung zu. Er werde sich weiter für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzen, damit Menschen, „die gerecht und vernünftig sind und in Frieden mit Israel leben wollen, die Chance dafür bekommen“, sagte Bush, der bei seiner Reise die ins Stocken geratenen Friedensgespräche in Gang bringen will.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Olmert sieht Fortschritte im Friedensprozess

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