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16.05.2008 
Abkommen angekündigt

USA wollen Saudi-Arabien bei Atomenergie helfen

Die USA wollen Saudi-Arabien bei der zivilen Nutzung der Atomenergie unterstützen. Ein Abkommen soll dem Königreich den Weg zur Nutzung der Kernenergie ebnen und der Region ein „positives Beispiel in der atomaren Kooperation geben“. Das dürfte vor allem im Iran nicht gut ankommen.

HB RIAD. US-Präsident George W. Bush ist am Freitagnachmittag in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, der zweiten Station seiner Nahost-Reise, eingetroffen. Nachdem er am Vortag in Jerusalem Israel zum 60. Jahrestag der Staatsgründung die volle Unterstützung der USA zugesichert hatte, wurde Bush am Nachmittag von König Abdullah empfangen.

Unmittelbar nach seiner Ankunft verkündetet das US-Präsidialamt, dass die USA Saudi-Arabien bei der zivilen Nutzung der Atomenergie unterstützen wollen. Darüber solle eine Absichtserklärung unterzeichnet werden.

Das geplante Abkommen mit Saudi-Arabien dürfte insbesondere im Iran für Unmut sorgen. Die USA liegen seit Jahren im Streit mit dem Iran wegen dessen Atomprogramm. Die Islamische Republik hat Vorwürfe aus den USA zurückgewiesen, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung Atomwaffen zu entwickeln.

Zudem wollen die USA dabei helfen, die Ölreserven des Königreichs und weltgrößten Erdöl-Exporteurs zu schützen. Dazu soll unter anderem die Sicherheit an den Grenzen verbessert werden. Geplant sind darüber hinaus auch Schritte zum Schutz der Ölanlagen. Im Februar 2006 war ein Angriff der El Kaida auf die weltgrößte Ölverarbeitungsanlage Abkaik fehlgeschlagen.

In den Gesprächen mit König Abdullah wollte Bush seinen Appell wiederholen, die Ölförderung zu steigern, um die hohen Preise einzudämmen. Im Januar hatte der Monarch entsprechenden Bitten des Präsidenten eine Abfuhr erteilt. Seitdem ist der Preis für ein Barrel Öl um nahezu 30 Dollar auf 126 Dollar gestiegen.

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