Die Vertretung des chinesischen Außenministeriums in Hongkong teilte zudem mit, dass jetzt auch keine Visaanträge mehr von Ausländern bearbeitet werden, die nicht in Hongkong wohnhaft gemeldet sind oder ständig dort arbeiten. Solche Geschäftsleute oder Touristen könnten ein Visum nur noch in ihren Heimatländern bei chinesischen Botschaften oder Konsulaten beantragen. Bisher hatte Chinas Vertretung in Hongkong solche Visa im Schnellverfahren innerhalb eines Tages erteilt.
Das chinesische Außenministerium verteidigte die Verschärfung der Einreisebestimmungen. Im Vergleich zu anderen Ländern sei die Visavergabe noch „ziemlich bequem“, sagte die Sprecherin Jiang Yu. „Ich glaube, es wird keine negativen Auswirkungen auf normale Geschäfts- und andere Aktivitäten haben.“ Gründe für das Vorgehen nannte sie nicht.
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Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur dpa begründet das Außenministerium in Peking die Beschränkungen mit der „internationalen terroristischen Bedrohung“ der Olympischen Spiele und anderen Sicherheitserwägungen. Es wurde auf die Aushebung einer mutmaßlichen Terrorgruppe von muslimischen Uiguren im Januar in Nordwestchina sowie einen geplanten Brandanschlag auf ein chinesisches Flugzeug im März verwiesen. Auch andere Länder hätten schließlich Sicherheitsmaßnahmen vor den Spielen ergriffen, wurde argumentiert. Die Maßnahmen wurden als „vorübergehend“ beschrieben.
Nach den vorliegenden Erkenntnissen ist keine Region der Welt von den schärferen Visabestimmungen ausgenommen. „Alle betroffenen Länder werden die Sache sehr intensiv mit der chinesischen Seite aufnehmen“, sagten informierte westliche Kreise.

