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HANDELSBLATT, Freitag, 9. Mai 2008, 20:26 Uhr
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Spenden erreichen Birma trotz Militärjunta (16.05. 12:00)

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128 000 Tote in Birma befürchtet (14.05. 19:25)

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Im Katastrophengebiet warteten mehr als eine Million Obdachlose auf Lebensmittel, Arzneimittel und Unterkünfte. Der UN-Koordinator für humanitäre Aktionen, John Holmes, sagte „Le Monde“, er sei „extrem frustriert“, dass Hilfsmitarbeiter nicht zu den Not leidenden Menschen gelassen würden. Meteorologen erklärten, sie rechneten in der kommenden Woche mit neuen Regenfällen in Birma.

Nach Angaben birmanischer Behörden hat der Tropensturm vor knapp eine Woche 23 000 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 42 000 Menschen werden noch vermisst. UN-Nothilfekoordinator John Holmes sagte am Freitag in New York, die Zahl der Toten könne auf „63 000 bis 100 000 oder sogar noch höher“ steigen. Die Zahlen beruhen seinen Angaben zufolge auf Einschätzungen von 18 Hilfsorganisationen in 55 Städten.

Auch die Bundesregierung appellierte an die Militärregierung, sofort Hilfe internationaler Organisationen ins Land zu lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprachen sich für eine Sitzung des Sicherheitsrats aus.

Merkel will nach Angaben ihres Sprechers mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon telefonieren, um zu sehen, was die Vereinten Nationen leisten könnten. Mit der Situation, dass die Regierung keine ausländischen Helfer ins Land lasse, „kann sich die internationale Staatengemeinschaft nicht einfach abfinden“.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul kündigt deutsche Millionenhilfe an


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