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07.04.2008 
Appell an Bush

Clinton für Boykott der Olympia-Eröffnungsfeier

Zwei Tage vor dem voraussichtlichen Eintreffen der olympischen Fackel in den USA wendet sich Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton an George W. Bush. In ihrem Appell an den US-Präsidenten fordert sie von der Regierung den Boykott der Olympia-Eröffnungsfeier in Peking.

HB WASHINGTON/SAN FRANCISCO. Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat Präsident George W. Bush am Montag zum Boykott der Olympia-Eröffnungsfeier in Peking aufgerufen. Die frühere First Lady bezog sich bei ihrem Appell auf das jüngste massive Eingreifen chinesischer Sicherheitskräfte in Tibet und warf Peking zudem vor, seinen Einfluss auf den Sudan nicht genutzt zu haben, um den Völkermord in Darfur zu stoppen.

„Zu diesem Zeitpunkt und im Licht jüngster Vorfälle glaube ich nicht, dass Präsident Bush eine Teilnahme an der Eröffnungsfeier in Peking planen sollte, wenn es keine größeren Veränderungen seitens der chinesischen Führung gibt“, betonte Clinton in einer schriftlichen Erklärung. Sie hielt Bush zugleich vor, in seiner China-Politik die Frage der Menschenrechte „heruntergespielt“ zu haben. Das sei falsch gewesen.

Clintons Aufruf erfolgte zwei Tage vor dem Eintreffen der olympischen Fackel in San Francisco. Die Station in der kalifornischen Stadt ist die einzige in den USA während des olympischen Fackellaufs. Nach Protesten in London und Paris werden auch in San Francisco größere Demonstrationen erwartet. Bereits am Montag hatten Tibet-Unterstützer einen Pfeiler der berühmten Golden-Gate-Brücke erklommen, um dort ein Protestbanner aufzuhängen.

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