0 Bewertungen
17.04.2008 
Fackellauf

Olympische Flamme in Indien abgeschirmt

Der olympische Fackellauf in Neu Delhi hat quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Da die Strecke aus Sicherheitsgründen stark verkürzt worden war, liefen die einzelnen Fackelträger nur wenige Dutzend Schritte.

Die olympische Flamme kommt in Indien an. Foto: dpaLupe

Die olympische Flamme kommt in Indien an. Foto: dpa

HB NEU DELHI. Nach weniger als einer Dreiviertelstunde ist der aus Sicherheitsgründen verkürzte olympische Fackellauf in Neu Delhi ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. Die Läufer in der indischen Hauptstadt waren auf der abgeschirmten Strecke von zahlreichen indischen und chinesischen Sicherheitskräften umringt.

Die rund 70 Fackelträger liefen wegen der Distanz von nur noch knapp drei Kilometern jeweils nur wenige Dutzend Schritte. Rund 15 000 Polizisten schützen die Veranstaltung. Tausende Menschen, die meisten davon Exiltibeter, demonstrierten in Neu Delhi gegen die chinesische Besetzung Tibets. Die Proteste blieben friedlich.


Bildergalerie Bildergalerie: Olympischer Spießrutenlauf


Die Öffentlichkeit war von der Veranstaltung in dem abgeriegelten Regierungsviertel ausgeschlossen. Nur Inder und Chinesen mit besonderer Einladung sowie ausgesuchte indische Schulkinder waren als Zuschauer zugelassen.

Bereits am Vormittag hatten mehrere hundert Tibeter einen „Friedenslauf“ mit einer eigenen Fackel in Neu Delhi veranstaltet. Bis zum Beginn des olympischen Fackellaufs waren in der Hauptstadt mehr als 50 Menschen festgenommen worden, die mit verschiedenen Aktionen für ein „freies Tibet“ demonstrierten.

Die Nachrichtenagentur PTI meldete, in der Wirtschaftsmetropole Bombay seien 45 Exiltibeter festgenommen worden, die in der Nähe des chinesischen Konsulates demonstrieren wollten. Zuletzt hatte es beim Fackellauf in London, Paris und San Francisco Ausschreitungen und Proteste gegen die Tibet-Politik Chinas gegeben.

In Indien leben rund 100 000 Exiltibeter, mehr als in jedem anderen Land. Der Dalai Lama, das Oberhaupt der Tibeter, lebt im nordindischen Dharamsala im Exil.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück  vor
  • Alte Hasen und ehrgeizige...

    Alte Hasen und ehrgeizige Neulinge

    Für Kanzlerin Merkel ist es die Nahrungsmittelkrise, dem britischen Premier Brown liegt Simbabwe am Herzen, Japans Ministerpräsident Fukuda zeigt auf den Klimawandel und US-Präsident Bush will vor allem einen guten Abgang hinlegen. Neben der offiziellen Agenda verfolge...Bildergalerie 

  • Das Drama um Ingrid Betan...

    Das Drama um Ingrid Betancourt

    „Gott, was für ein Wunder!“ Ingrid Betancourt kann es kaum glauben. Nach sechs Jahren wird sie aus der Farc-Geiselhaft im Dschungel von Kolumbien befereit. Die Nachricht stößt weltweit auf Freude und Erleichterung. Betancourts erster Auftritt in Freiheit und ihre Leide...Bildergalerie 

  • Steinbrück drückt Etatplä...

    Steinbrück drückt Etatpläne durch

    Sechs Flaschen Rotwein setzt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) darauf, dass der Bundeshaushalt im Jahr 2011 erstmals seit gut vier Jahrzehnten wieder ohne neue Schulden auskommen wird. Wie der heute vom Kabinett verabschiedete Entwurf für den Haushalt 2009 und...Bildergalerie 

  • Was sich zum 1. Juli ände...

    Was sich zum 1. Juli ändert

    Am 1. Juli treten zahlreiche Änderungen in Kraft, die zum Teil in den letzten Monaten heftig umstritten waren: Rentner können sich über etwas mehr Geld im Portemonnaie freuen. Die Pflegereform bringt Verbesserungen für Pflegebedürftige und die Krankenversicherung steh...Bildergalerie 

 

weiterGlobal Reporting

Zahlenspiele zu G8 

09.07.2008, 05:48 UhrGlobal Reporting

Auf dem Gipfel im japanischen Toyako ist die mögliche Reform der G8 eines der großen Themen. Dass China, Indien und Brasilien wichtig geworden sind: völlig klar. Dass sie andere Probleme und Anliegen haben als die postindustriellen Wirtschaftsmächte in der Gruppe der acht: auch klar. Blog


weiterMadagaskar

Verrät Barack Obama seine Politik? 

27.06.2008Madagaskar

Barack Obama als Befürworter der Todesstrafe und des Waffenbesitzes? Es scheint, als habe der Kandidat der Demokraten für das Weiße Haus seine Seele verkauft. Doch er macht nur, was jeder Politiker macht, der gewinnen will. Auch er. Blog