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18.10.2007 
G8-Finanzminister

USA loben Steinbrücks Hedgefonds-Initiative

von Donata Riedel

Die USA unterstützen das Ziel von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), die Hedgefonds-Branche zu freiwilligen Verhaltensregeln zu motivieren. Am Freitag treffen sich die Finanzminister der sieben größten Industriestaaten und Russlands (G8), um über die Rolle der Hedgefonds und Finanzmarktturbulenzen in Folge der US-Immobilienkrise zu sprechen.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück möchte die Hedgefonds-Branche zu Verhaltensregeln motivieren. Foto: dpaLupe

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück möchte die Hedgefonds-Branche zu Verhaltensregeln motivieren. Foto: dpa

BERLIN. „Steinbrück ist dafür zu loben, dass er dieses Thema ganz oben auf die Tagesordnung der G8-Finanzminister gesetzt hat“, sagte Robert Kimmitt, stellvertretender US-Finanzminister, gestern in Berlin.

Die Finanzminister treffen sich am Freitag am Rande der IWF-Herbsttagung in Washington. Neben den Gesprächen über Hedgefonds und Finanzmarktturbulenzen wollen sie außerdem bei einem Abendessen über die neue Rolle von Staatsfonds mit den Finanzministern aus China, Russland, arabischen Staaten, Südkorea und Norwegen reden.

Kimmitt sieht zwischen den Themen Hedgefonds und Staatsfonds einen Zusammenhang. „Beides sind keine neuen Phänomene“, sagte er. Sie seien aber dadurch, dass sie heute jeweils Billionen an den Finanzmärkten bewegten, zum bestimmenden Faktor geworden. Bei den Staatsfonds strebt Kimmitt ein „gemeinsames Verständnis“ zwischen den G7-Staaten und den Staatsfonds-Staaten an.

In der Debatte sollte zwischen Staatsfonds und Staatsunternehmen unterschieden werden, meinte Kimmitt. So seien die Fonds, etwa von China und Russland, staatsfern orientiert. Sie strebten bisher nur reine Finanzbeteiligungen über Minderheitsanteile an. Staatsunternehmen wie Gazprom wollten dagegen Unternehmen ganz übernehmen.

Kimmitt äußerte Verständnis für die deutsche Debatte, strategische Industrien vor ausländischem Einfluss besser schützen zu können. „In den USA haben wir seit 20 Jahren Erfahrungen damit“, sagte er. In den USA seien im vergangenen Jahr von 1 740 grenzüberschreitenden Übernahmen 113 geprüft worden. Keine sei abgelehnt worden. Auch die EU-Staaten sollten darauf achten, keine neuen Investitionshürden aufzubauen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Vorbildfunktion der US-Regelung.

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