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04.04.2008 
Reaktion auf „patriotische Erziehungskampagne“

Angeblich Tote bei Protesten wegen Tibet-Konflikts

Hunderte Tibeter haben Berichten zufolge erneut gegen Pekings Tibet-Politik protestiert. Dabei wurden nach Darstellung einer Menschenrechtsgruppe acht Demonstranten getötet, darunter drei Frauen und ein Mönch.

HB PEKING. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Freitag ebenfalls von einer Protestaktion, dabei soll ein Polizist verletzt worden sein.

Tibeter hätten am Donnerstagabend vor einem Regierungsgebäude in der Autonomen Tibetischen Präfektur Garze protestiert, berichtete Xinhua. Daraufhin habe die Polizei Warnschüsse abgegeben, um die gewaltsamen Proteste unter Kontrolle zu bringen.

Die in London ansässige Organisation Free Tibet Campaign berichtete unter Berufung auf tibetische Mönche im indischen Exil, dass Regierungskräfte das Feuer auf Demonstranten eröffnet hätten. Die rund 370 Mönche des Klosters Thonkor und 400 weitere Tibeter hätten vor dem Regierungsgebäude protestiert, um die Freilassung von zwei Mönchen zu erreichen. Diese waren festgenommen worden, da die Sicherheitskräfte bei ihnen Fotos des Dalai Lama gefunden hatten.

Zuvor hatten die chinesischen Behörden versucht, ihre „patriotische Erziehungskampagne“ in dem Kloster durchzusetzen, wie die Organisation in London weiter berichtete. Peking verlangt von den Mönchen, dem Dalai Lama abzuschwören. Das geistige Oberhaupt der tibetischen Buddhisten lebt seit 1959 im indischen Exil. Fotos von ihm zu besitzen ist in Tibet verboten. Die Präfektur Garze liegt in der Provinz Sichuan an der tibetischen Grenze und gehörte früher zu Tibet. Dort leben viele Tibeter.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: IOC lehnt Boykott der Olympischen Sommerspiele in Memo angeblich ab

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