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22.04.2008 
Tibet-Konflikt

Dalai Lama bittet USA um Hilfe

Hilferuf vom Dalai Lama: Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hat die USA um Unterstützung gebeten.

 Dalai Lama :  "In diesem Augenblick benötigen wir Hilfe." Foto: dpaLupe

Dalai Lama : "In diesem Augenblick benötigen wir Hilfe." Foto: dpa

HB ANN ARBOR/PARIS. Allerdings äußerte sich das geistliche Oberhaupt der Tibeter nach einem Treffen mit der US-Sondergesandten Paula Dobriansky in Michigan nicht konkret, worin die Unterstützung bestehen könnte. Er erklärte lediglich, er danke den USA für die aufrichtige Besorgnis, die sie im Zusammenhang mit Chinas Vorgehen in Tibet wiederholt geäußert habe.

Unterdessen ernannte die Stadt Paris den Dalai Lama am Montag zum Ehrenbürger. Damit dürften sich die Spannungen zwischen China und Frankreich weiter verschärfen. In mehreren chinesischen Städten war es am Wochenende zu Demonstrationen gegen eine Unabhängigkeit Tibets gekommen. Zugleich riefen die Teilnehmer zu einem Boykott französischer Waren auf, um gegen die anti-chinesischen Proteste bei der Pariser Etappe des olympischen Fackellaufs in der Vorwoche zu protestieren.

China hat im vergangenen Monat Autonomie-Proteste in Tibet niedergeschlagen, die von buddhistischen Mönchen ausgegangen waren. Der im Exil lebende Friedensnobelpreisträger Dalai Lama hat Chinas Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und mehrfach betont, ihm gehe es nicht um staatliche Unabhängigkeit sondern um kulturelle Autonomie der Tibeter. Zudem sprach er seine Unterstützung für die Olympischen Sommerspiele in Peking aus.

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