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08.05.2008 
Tibet-Konflikt

Olympisches Feuer erreicht Spitze des Mount Everest

Eine Gruppe von Bergsteigern hat am Donnerstag die olympische Flamme erstmals auf den Mount Everest getragen. Eine junge Tibeterin hielt als erste des Teams die Fackel auf dem höchsten Berg der Erde.

Auf den letzten Meter wurde das olympische Feuer von einer Fackel zur anderen gereicht. Foto: dpaLupe

Auf den letzten Meter wurde das olympische Feuer von einer Fackel zur anderen gereicht. Foto: dpa

HB PEKING. Das chinesische Fernsehen zeigte Livebilder von den letzten 30 Metern des Fackellaufs auf den höchsten Berg der Erde. Bis dahin war das Feuer wegen der widrigen Wetterbedingungen in einer speziellen Laterne auf den Berg getragen worden.

Auf den letzten Metern reichten die Kletterer das Feuer von einer Fackel zur anderen, bis sie die Spitze des 8848 Meter hohen Berges erreicht hatten. Der Leiter der Gruppe, der Tibeter Nima Ciren, rief dabei das Motto der Spiele: „Eine Welt, ein Traum.“ Es war zu hören, wie einige Kletterer in der sauerstoffarmen Umgebung nach Luft rangen.


Bildergalerie Bildergalerie: Olympisches Feuer auf dem Dach der Welt


Die Bergsteigergruppe formierte sich auf dem Gipfel zu einem Gruppenbild. Sie hielten zwei weiße Fahnen mit dem Logo der Sommerspiele in Peking und den Olympischen Ringen sowie die chinesische Nationalflagge hoch.

Als erste Bergsteigerin in dem zwölfköpfigen Team hielt Cering Wangmo die Flamme auf der Spitze des höchsten Berges der Erde. „Wir sind auf dem Dach der Welt“, riefen ihre Kollegen, die sich um sie gruppierten. „Wir haben es geschafft.“

Sechs Stunden vorher waren die zwölf Bergsteiger unterstützt von sieben weiteren Kletterern zum Gipfel aufgebrochen.

Das Team wurde angeführt von dem Tibeter Ciren, dem Leiter der Bergsteigerschule in Lhasa, wie chinesische Medien berichteten. In der Gruppe seien sieben weitere Tibeter.

Die eigens entwickelten Fackeln, mit denen das Feuer auch bei starken Winden und wenig Sauerstoff in der Luft brennt, benutzten festen Brennstoff, wie er auch in Raketen zum Einsatz kommt. Der Zeitpunkt des Aufstiegs war bis zuletzt geheim gehalten worden, offensichtlich um Störungen auszuschließen.


Bildergalerie Bildergalerie: Olympischer Fackellauf


Exiltibeter hatten das Vorhaben scharf kritisiert. Aus ihrer Sicht will Chinas Regierung mit dem Fackellauf auf den Mount Everest und durch Tibet ihren Herrschaftsanspruch über das größte Hochland der Erde demonstrieren.

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