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HANDELSBLATT, Samstag, 1. Dezember 2007, 12:03 Uhr

Hillary Clinton: Die Unbeliebte

Hillary Clinton verfügt als frühere First Lady und Senatorin für den Bundesstaat New York über große politische Erfahrung. Sie gilt als sehr kompetent, aber auch als kühl. An ihrem Image muss sie daher noch eifrig arbeiten.



Hillary Clinton und ihr Mann Bill im Hintergrund. Foto: dpa
Bild vergrößernHillary Clinton und ihr Mann Bill im Hintergrund. Foto: dpa

Die Kampagne der 60-jährigen Senatorin des Bundesstaats New York lief zunächst glänzend. Allein im dritten Quartal 2007 sammelte sie 27,9 Millionen US-Dollar Spenden ein (auf Rang 2: Barack Obama mit 21,3 Millionen). Damit kann Clinton einen ungewöhnlich aufwendigen Wahlkampf führen. Und in den Umfragen hatte sie stets die Nase vorn. Doch nach dem Sieg von Konkurrent Barack Obamam in Iowa ist das Rennen wieder offen. Clinton muss kämpfen.

Sie ist eine Kritikerin des Irakkriegs, möchte so bald wie möglich die US-Truppen abziehen. Allerdings weigert sie sich, ihr Votum für den Krieg im Kongress als „Fehler“ zu bezeichnen. Clinton will als erste US-Präsidentin „Geschichte schreiben“. Sie setzt sich für eine Reform des Gesundheitswesen sowie eine neue pragmatische, stärker Bündnis-orientierte Außenpolitik ein.

Vor allem muss Clinton aber weiter an ihrem Image arbeiten. Denn vielen Amerikanern ist sie schlicht unsympatisch. Die US-Präsidentschaftsbewerberin liegt auch deutlich vor ihren Gegnern, wenn in Umfragen nach dem unbeliebtesten Kandidaten gefragt wird. 40 Prozent der Amerikaner hätten angegeben, dass sie die Demokratin Clinton am liebsten aus dem Weißen Haus heraushalten würden, ergab jüngst eine Umfrage von Fox 5-The Washington Times-Rasmussen Reports. Der Republikaner Rudi Guiliani kam auf den zweiten Platz der unbeliebtesten Politiker. Er erhielt weniger als halb so viele Stimmen wie Clinton.


Homepage » www.hillaryclinton.com

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Markus Ziener

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