Recht + SteuernAbgeltungsteuer
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Freitag, 16. November 2007, 07:03 Uhr
Handelsblatt Special Abgeltungsteuer

Das Depot richtig aufräumen

Von Christian Kirchner

Für die Anleger in Deutschland war die Zwischenkorrektur im Spätsommer eigentlich eigentlich eine gute Nachricht. Wie das zusammenpasst? Bis zum 31. Dezember 2008 haben sie Gelegenheit, sich bei Neuengagements den Bestandsschutz vor der Abgeltungsteuer auf Kursgewinne zu sichern.


 Mehr zum Thema: Abgeltungsteuer
Artikel

Anlagehäuser hoffen auf Absatz  (16.05. 07:15)

Artikel

Anleger sollten nicht nur auf die Steuer schauen (15.05. 13:53)

Artikel

Neues System, altes Leid  (12.05. 09:00)

Zum Special ...



Bild vergrößern

Investoren stecken deshalb in der Zwickmühle: Sie möchten steuerlich möglichst optimal anlegen, einerseits. Das hieße, noch bis Ende 2008 zu kaufen. Sie möchten aber auch andererseits nicht zu Höchstkursen in den Markt einsteigen - schließlich klettern die Kurse bereits seit mehr als vier Jahren.

Die Korrektur erleichtert es daher Anlegern psychologisch, in den nächsten knapp eineinhalb Jahren ihr Depot auf Rendite und Abgeltungsteuer genauestens zu prüfen. Experten wie Björn Drescher vom Informationsdienst Drescher & Cie taxiert das Volumen der anstehenden Umschichtungen auf 200 Mrd. Euro. "Grundsätzlich sollten risikobereite Anleger überdenken, Aktienengagements auf die Zeit bis Ende 2008 vorzuziehen, während sie sich mit festverzinslichen Investitionen ruhig noch Zeit lassen können", sagt Ulrich Stephan, Leiter des Vermögensmanagements bei MLP.

Strategisch bedeutet die Stichtagsregelung vor allem eines: Neue Engagements sollten Anleger in solche Anlagen eingehen, die sie über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in ihren Depots halten können. Fehlentscheidungen können langfristig teuer werden: Erweist sich eine Aktie oder ein Fonds als Rohrkrepierer, müssen Anleger ab 2009 entscheiden, ob sie an einem schlechten, aber langfristig steuerfreien Engagement festhalten wollen oder umschichten - und dann Kursgewinne versteuern müssen.

Auf der Ebene der Fonds heißt das: "Anleger sollten Vorsicht mit Produkten walten lassen, die ein zu enges Anlagespektrum abdecken", sagt Christoph Kanzler, Produktmanager der Quirin Bank. Trend- und Branchenfonds sind daher für Langfristanleger derzeit weniger interessant. Gerade die Erfahrung aus der letzten Boomphase zeigt, dass sich Trends an den Kapitalmärkten schnell ändern.

Umfassende Fonds für mehrere Anlageklassen, sogenannte Multi-Asset-Fonds, sowie Dach- und Mischfonds qualifizieren sich hingegen besonders für die langfristige Anlage, sofern Erträge und Gebühren in einem akzeptablen Verhältnis stehen. Mit ihnen delegieren Anleger die künftigen Umschichtungen je nach Marktlage an die Verwalter, ohne selbst steuerrelevante Transaktionen vornehmen zu müssen. Auch Indexfonds (ETFs) sind langfristig lukrative Vehikel, da sie im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds weit weniger gefährdet sind, durch Managementwechsel, Fondsschließungen oder Änderungen der Anlagestrategie Umschichtungen auf Ebene des Anlegers zu provozieren.


Quiz/Umfrage Quiz: Die Abgeltungsteuer ist bereits beschlossen, doch kennen Sie sich mit den neuen Regeln aus?


Lesen Sie weiter auf Seite 2: Auf der Suche nach dem optimalen Produkt


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Anlagehäuser hoffen auf Absatz (16.05. 07:15)
Artikel Neues System, altes Leid (12.05. 09:00)
Artikel Anleiheinvestoren profitieren(08.04. 11:08)
Artikel Das Depot für die Abgeltungsteuer justieren(30.11. 19:59)
Artikel Dachfonds werden attraktiver (19.11. 11:32)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

MARKTINFORMATIONEN
 DAX 7.156,55 +1,07%
 L-Dax 7.163,20 +0,80%
 TecDAX 866,04 +0,54%
 L-TecDAX 865,33 +0,46%
 Dow 12.986,80 -0,05%
 Nasdaq 2.031,27 +0,00%
 Nikkei 225 14.219,48 -1,00%
 DJGTitans 194,62 +0,01%
 Euro(USD) 1,5579 +0,89%
 Euro-Bund 113,63 +0,40%
 Gold NY 881,25 +1,88%
 Rohöl ($/B) 123,25 +1,22%
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Continental 82,50 +4,17%
 Henkel 30,58 +3,42%
 Adidas AG 46,70 +2,64%
 E.ON 130,550 -0,46%
 Commerzbank 22,75 -4,01%
 Dt. Telekom 11,21 -5,96%
UNTERNEHMEN AKTUELL
Liste aller Unternehmen und Organisationen, über die wir aktuell berichten zum Beispiel:
 Deutsche Lufthansa
 Allianz
 Siemens
Alle Unternehmen 
ZINSESZINS

Die Vorsorgekolumne
Auf morgen verschoben


Mit dem Sparen anzufangen, fällt vielen Bürgern schwer. Das Unterbewusstsein kann sich die weite Zukunft nicht vorstellen. Auch reagiert der Kopf in erster Linie emotional. Es gibt jedoch Wege, sich selbst ein Schnippchen zu schlagen.

Von Gertrud Hussla

ANALYSTENMEINUNG
ArtikelAktienanalysen des Tages
Artikel Analye: Ölpreis steigt im zweiten Halbjahr 2008 auf 141 Dollar
Artikel dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen in der Woche vom 12.5. bis 16.5.2008
Artikel dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 16.05.2008
DIE FINANZPROFIS

Experten beziehen Stellung zu aktuellen Börsen-Themen
Schweizer Geheimnisse


Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke


Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Generation 50+

Wie finanzstarke Menschen „im besten Alter“ professionell vorsorgen.
Mietrecht

Aktuelle Urteile im Überlick: Ihre Rechte und Pflichten als Mieter und Vermieter.
Anleger-Akademie

Wie Sie Ihr Geld vermehren können – eine Anleitung.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick