Recht + SteuernAbgeltungsteuer
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Montag, 19. November 2007, 11:32 Uhr

Für Anlagen ab 2009 werden Gewinne beim Verkauf von Fondsanteilen direkt von der depotführenden Stelle gekürzt. Wenn Investoren mit ihrem persönlichen Einkommensteuersatz unterhalb der 25-Prozent-Marke liegen, können sie sich zu ihren Gunsten für eine Veranlagung ihrer Einkünfte aus Kapitalerträgen entscheiden. Sie können demnach in ihrer Einkommensteuererklärung ihre Kapitaleinkünfte angeben. Die Hausbank wird dafür eine Bescheinigung ausstellen. Wenn das Finanzamt aufgrund der vorliegenden Erklärung dann feststellt, dass eine Veranlagung für den Anleger ungünstiger wäre, bleiben die Kapitaleinkünfte bei der Steuerfestsetzung unberücksichtigt. Der Anleger muss keine zusätzlichen Anträge stellen. Das gilt für die Verwahrung von Fonds in einem inländischen Depot. Bei Verwahrung in einem ausländischen Depot sind dagegen Angaben in der Steuererklärung nötig.

Besonderheiten gibt es bei der Behandlung offener Immobilienfonds. Inländische Mieterträge sind künftig abgeltungsteuerpflichtig. Ausländische Mieterträge werden meist im Ausland besteuert und sind hierzulande steuerfrei. Bei Verkauf einer Immobilie im Ausland wird der Gewinn regelmäßig im Ausland besteuert. Realisierte Gewinne aus inländischen Immobilien können nach zehn Jahren Haltedauer im Fonds steuerfrei ausgeschüttet werden.

Komplizierter wird es bei der steuerlichen Behandlung ausländischer Wertpapierfonds und bei ausländischer Depotführung. Hier gibt es viele Detailregeln, über die sich der Anleger informieren sollte. Eine erste Anlaufstelle sind Informationsübersichten des Fondsverbandes BVI. Der Verband stellt diese Informationen (E-Mail an: » info@bvi.de) kostenlos zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt: Unter die neuen Vorgaben fallen alle Einkünfte aus Kapitalvermögen wie Zinsen und Dividenden, das Halbeinkünfteverfahren bei Dividenden entfällt. Außerdem sind Veräußerungsgewinne einbezogen, die bisher nach einjähriger Haltedauer steuerfrei waren. Grundsätzlich werden jetzt alle Kapitalerträge, unabhängig aus welcher Quelle sie stammen, gleich behandelt. Es fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer an. Das bedeutet aus Anlegersicht: Kursgewinne werden künftig steuerlich schlechter, Zinseinnahmen steuerlich relativ besser behandelt als bisher – der letzte Fall gilt für Anleger mit Einkommensteuersatz über 25 Prozent.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Anlagehäuser hoffen auf Absatz (16.05. 07:15)
Artikel Neues System, altes Leid (12.05. 09:00)
Artikel Anleiheinvestoren profitieren(08.04. 11:08)
Artikel Das Depot für die Abgeltungsteuer justieren(30.11. 19:59)
Artikel Dachfonds werden attraktiver (19.11. 11:32)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

MARKTINFORMATIONEN
 DAX 7.133,49 +0,74%
 TecDAX 864,54 +0,37%
 Dow 12.992,66 +0,73%
 Nasdaq 2.031,34 +1,70%
 Nikkei 225 14.219,48 -1,00%
 DJGTitans 194,28 -0,16%
 Euro(USD) 1,5489 +0,31%
 Euro-Bund 113,47 +0,26%
 Gold NY 881,25 +1,88%
 Rohöl ($/B) 123,25 +1,22%
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Dt. Börse 106,23 +2,19%
 Dt. Post 21,62 +1,84%
 Siemens 76,56 +1,73%
 Linde 93,71 -0,52%
 Commerzbank 22,68 -4,30%
 Dt. Telekom 11,27 -5,45%
UNTERNEHMEN AKTUELL
Liste aller Unternehmen und Organisationen, über die wir aktuell berichten zum Beispiel:
 Audi
 National Grid
 British Airways
Alle Unternehmen 
ZINSESZINS

Die Vorsorgekolumne
Auf morgen verschoben


Mit dem Sparen anzufangen, fällt vielen Bürgern schwer. Das Unterbewusstsein kann sich die weite Zukunft nicht vorstellen. Auch reagiert der Kopf in erster Linie emotional. Es gibt jedoch Wege, sich selbst ein Schnippchen zu schlagen.

Von Gertrud Hussla

ANALYSTENMEINUNG
ArtikelAktienanalysen des Tages
Artikel Kunden-Info: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
Artikel dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 15.05.2008
ArtikelGoldman senkt Ziel für Deere nach Zahlen auf 89 Dollar
DIE FINANZPROFIS

Experten beziehen Stellung zu aktuellen Börsen-Themen
Schweizer Geheimnisse


Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke


Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Generation 50+

Wie finanzstarke Menschen „im besten Alter“ professionell vorsorgen.
Mietrecht

Aktuelle Urteile im Überlick: Ihre Rechte und Pflichten als Mieter und Vermieter.
Anleger-Akademie

Wie Sie Ihr Geld vermehren können – eine Anleitung.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick