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14.11.2007 
Schrottimmobilien

Badenia bietet erneut Vergleich an

Die Deutsche Bausparkasse Badenia hat weitere Vergleiche im Zusammenhang mit von ihr finanzierten Schrottimmobilien angekündigt. Kunden, deren Einkommen nicht ausreiche, um Darlehen zu tilgen, würden aus den Darlehen entlassen, teilte Badenia mit. Der Verzicht erfolge "ohne nach weiterem Ersparten zu fragen".

rrl DÜSSELDORF. Die neuen Vergleichsangebote erfolgten "trotz einer für die Badenia günstigen Rechtsprechung", heißt es weiter. Julius Reiter, Partner in der Düsseldorfer Kanzlei Baum, Reiter & Coll. hat allerdings einen anderen Eindruck: "Wir spüren nichts von verstärkter Vergleichsbereitschaft. Die Badenia bietet nur Vergleiche an, wenn sie vor Gericht schlechte Karten hat." Reiter hat den Verdacht, der Bausparkasse gehe es lediglich darum, Kunden von Klagen abzuhalten, bevor die Verjährung der Ansprüche einsetzt. Reiter vertritt aktuell noch 300 Kunden gegen Badenia.

In den 1990er Jahren finanzierte die Badenia rund 5 000 Wohnungen, die die inzwischen insolvente Immobilienfirma Heinen & Biege (H & B) an private Kapitalanleger verkaufte. Die Badenia nahm daraus Finanzierung für eigene und fremde Rechnung über rund 360 Mill. Euro an. Die Anleger waren überwiegend Geringverdiener, denen H & B vorgaukelte, Steuerersparnis und Mieteinnahmen genügten, um Zins und Tilgung zu leisten. Finanziert wurden die landläufig überteuerten Wohnungen in unattraktiven Lagen (daher "Schrottimmobilien") durch Bankdarlehen, die später durch zwei hintereinander geschaltete Darlehen aus Badenia-Bausparverträge getilgt werden sollten.

Wegen der geringen Einkommen entstand bei den Anlegern keine Steuerersparnis und die Mieteinnahmen waren zu gering, um Darlehensraten und die Sparbeiträge an die Bausparkasse zu leisten. Viele Wohnungskäufer ruinierten sich. Seit Jahren klagen Betroffene gegen die Badenia - mit unterschiedlichem Erfolg. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. rrl

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