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21.12.2007 
Prozess

Anlegerverfahren gegen Telekom startet im April

Es geht um Millionen beim Schadensersatzprozess enttäuschter Aktionäre gegen die Telekom. Auch für den "rosa Riesen" keine Kleinigkeit. Nun wurde bekannt, wann und wie der Prozess am Frankfurter Oberlandesgericht starten soll.

Auf die Deutsche Telekom kommt ein riesiger Schadensersatzprozess zu.Lupe

Auf die Deutsche Telekom kommt ein riesiger Schadensersatzprozess zu.

HB FRANKFURT. Der millionenschwere Schadenersatzprozess enttäuschter Aktionäre gegen die Deutsche Telekom soll im April weitergehen. In einem Zwischenschritt sollen zentrale Rechtsfragen des beim Landgericht Frankfurt begonnenen Zivilprozesses vor der nächsthöheren Instanz, dem Oberlandesgericht Frankfurt, erörtert und entschieden werden.

"Erster Verhandlungstag wird voraussichtlich der 7. April sein", sagte der Sprecher des Frankfurter Oberlandesgerichts, Wolfgang Weber, am Freitag. Die Verhandlung werde voraussichtlich mit Zeugenaussagen in einem eigens angemieteten Saal außerhalb des Gerichts beginnen.

Bei dem größten Schadenersatzprozess gegen ein Dax-Unternehmen in Deutschland geht es um die Frage, ob die Verkaufsprospekte für die Ausgabe der T-Aktien der zweiten und dritten Tranche falsch waren.

Die Anlegeranwälte argumentieren, insbesondere der Immobilienbesitz des Konzerns sei damals, 1999 und 2000, wegen einer unzulässigen Bewertungsmethode um etwa zwei Milliarden Euro zu hoch angegeben worden. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück. "Die Bilanzierung war zu jedem Zeitpunkt richtig", bekräftigte ein Sprecher. Dies sei in verschiedenen Gutachten bewiesen worden. Geklagt haben über 10 000 Aktionäre, die zum Teil erhebliche Kursverluste hinnehmen mussten. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht wird sich voraussichtlich bis Ende Mai ziehen. Bislang seien dreizehn Verhandlungstage angesetzt, sagte Weber.

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